Jessy Wellmer im Interview: Warum Hunde beim NDR verboten sind und ihr Labradoodle Juni
Jessy Wellmer: Warum Hunde beim NDR verboten sind

Jessy Wellmer und ihr Labradoodle Juni: Ein Interview über Hunde, Allergien und NDR-Regeln

Die bekannte Tagesthemen-Journalistin Jessy Wellmer hat einen besonderen Begleiter: Juni, eine Labradoodle-Hündin. Im exklusiven Interview spricht die 46-Jährige über ihren Hund, Familienalltag und die überraschend strikten Regeln beim Norddeutschen Rundfunk.

Warum gerade ein Labradoodle?

Die Wahl fiel auf einen Labradoodle aus einem ganz praktischen Grund: In Wellmers Familie sind alle außer ihr selbst Allergiker. Während eines New-York-Aufenthalts beobachtete die Familie, dass viele Stadtbewohner mit ähnlichen Problemen Pudel-Mischungen halten. Diese gelten als antiallergen. „Wenn die das können, können wir das auch“, sagte damals Wellmers Mann. So kam Juni als erster Hund der Familie ins Haus.

Die Hündin trägt den vollen Namen Juni Scherbatsky – eine Hommage an die Figur Robin Scherbatsky aus der Serie „How I Met Your Mother“. Wellmers 13-jährige Tochter wünscht sich übrigens noch einen Dackel als Ergänzung, „damit der Dackel den Labradoodle erzieht“.

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Das strikte Hundeverbot beim NDR

Ein besonderes Thema ist das Arbeitsumfeld: Beim NDR sind Hunde am Arbeitsplatz strikt verboten. Wellmer hält sich daran, obwohl sie ihren Hund gerne mit zur Arbeit nehmen würde. „Es würde mir die Sendewoche sehr versüßen“, gesteht die Journalistin.

Interessanterweise warb der NDR jahrzehntelang mit einem ausgewachsenen Walross. Bürohunde gab es früher ebenfalls, doch mit der Einführung von Großraumbüros wurde dies abgeschafft. Wellmer kann die Bedenken nachvollziehen: „Die Vorstellung von drei, vier Hunden im Großraumbüro von ARD aktuell, die dann regelmäßig durch die Tagesschau toben, finde sogar ich schwierig.“

Alltag mit Juni

Juni ist laut Wellmer „das Ergebnis eines One-Night-Stands ihrer Mutter in einer niederländischen Hundepension“. Die Familie übernahm die damals wenige Monate alte Hündin. Was die Intelligenz betrifft, schätzt Wellmer ihren Hund als „eher so mittelmäßig intelligent“ ein. Immerhin: „Wir können inzwischen ohne Leine rausgehen.“

Der Hund wird zur Gesprächspartnerin: „Der Hund bekommt mein tägliches Seufzen ab“, erklärt Wellmer. Ohne Hund in Hamburg – jede zweite Woche ist Wellmer beruflich dort – führe sie keine Selbstgespräche. Mit Juni auf dem Sofa sei das anders: „Dann ist jemand da. Was man spricht, geht nicht ins Leere.“

Promi-Bekanntschaften und Zukunftssorgen

In der Nachbarschaft trifft Juni gelegentlich auf Kim Fishers Dackel. Wellmer wünscht sich mehr solcher Treffen: „Das dürfte ruhig häufiger sein. Ich muss mir wohl einfach mehr Zeit nehmen.“

Ein dunkler Schatten ist die begrenzte Lebenserwartung von Hunden. „Bei uns fällt wirklich häufig der Satz: Was machen wir bloß, wenn Juni nicht mehr da ist?“, gesteht Wellmer. Ihre Tochter könne heute schon in Tränen ausbrechen. Doch Juni ist erst drei Jahre alt, und die Familie freut sich auf viele gemeinsame Jahre.

Für einen Tag würde Wellmer gerne mit Juni tauschen: „Juni kann sehr hoch springen, an die 1,20 Meter sind für sie kein Problem. Ich könnte mir gut vorstellen, mich in gewaltigen Sprüngen über Parkbänke, Einkaufswagen und Schranken zu bewegen.“ Diese Leichtigkeit beneidet die Journalistin ihrem Hund.

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