Deloitte-Studie: Ältere Generation zieht sich teilweise von Social Media zurück
Ältere wenden sich von Social Media ab - Jüngere nutzen mehr

Deloitte-Umfrage enthüllt deutliche Generationenunterschiede in der Social-Media-Nutzung

Die Nutzung sozialer Medien in Deutschland entwickelt sich laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Deloitte in unterschiedliche Richtungen. Während Millionen täglich auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder dem etablierten Facebook aktiv sind, zeigen sich mittlerweile klare Tendenzen zwischen den Altersgruppen.

Ältere Generation reduziert Social-Media-Aktivitäten

Die Untersuchung, die vom 11. bis 22. Januar durchgeführt wurde, ergab, dass sich die ältere Generation ab 55 Jahren teilweise von Instagram und anderen sozialen Netzwerken zurückzieht. In den Altersgruppen von 55 bis 64 Jahren sowie über 65 Jahren gaben jeweils 6 Prozent der 2.000 Befragten an, dass ihre Social-Media-Nutzung im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sei.

„Die Nutzung boomt bei Jüngeren, geht jedoch mit steigendem Alter zurück und dreht schließlich sogar ins Negative“, konstatieren die Studienautoren in ihrem Bericht. Diese Entwicklung steht im Kontrast zu allen anderen untersuchten Altersgruppen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Jüngere Nutzer verbringen mehr Zeit auf Social-Media-Plattformen

Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aller anderen Altersgruppen von 14 bis 54 Jahren zeigte sich das gegenteilige Bild. Je jünger die Befragten waren, desto stärker hatte laut Umfrage die auf sozialen Medien verbrachte Zeit zugenommen.

An der Spitze dieser Entwicklung liegen die 14- bis 18-Jährigen, von denen ganze 28 Prozent angaben, ihre Social-Media-Nutzung erhöht zu haben. Im Saldo aller Altersgruppen von Teenagern bis zu den Senioren sagten acht Prozent, dass sie mehr Zeit auf Social-Plattformen verbracht hätten.

Soziale Medien haben größte Nutzerbasis in Deutschland

Über alle Medienformen hinweg – von gedruckten Zeitungen über Online-Medien bis zum Videostreaming – verfügen soziale Medien laut Deloitte mit fast vier Fünftel (78 Prozent) der Bevölkerung über die größte Nutzerbasis in Deutschland.

Die Studie widerlegt damit die These einer generellen Social-Media-Müdigkeit in der deutschen Bevölkerung. Stattdessen zeigt sich eine polarisierte Entwicklung, die stark vom Alter der Nutzer abhängt.

Videostreaming gewinnt, klassische Medien verlieren

Die Deloitte-Umfrage, die alljährlich die Mediennutzung in Deutschland erfasst, dokumentiert weitere bedeutende Verschiebungen im Medienkonsum. Stark zugenommen haben demnach die Videostreaming-Angebote von Netflix und vergleichbaren Anbietern – im Saldo meldete fast ein Viertel der Befragten gestiegenen Konsum.

Im Gegensatz dazu verloren das herkömmliche Bezahlfernsehen, Radio sowie gedruckte Zeitungen und Zeitschriften an Bedeutung. Diese Entwicklung unterstreicht den anhaltenden Wandel im Medienverhalten der deutschen Bevölkerung, der durch digitale Angebote und veränderte Nutzungsgewohnheiten geprägt wird.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration