Jeden ersten Montag im Mai richtet sich der Blick der internationalen Modewelt auf ein einziges Event in New York: Die Met Gala. Sie gilt als exklusivste Bühne der Stars, doch hinter dem Glanz des roten Teppichs stehen zunehmend auch gesellschaftliche Kontroversen. Lesen Sie hier alles zur Geschichte der Met Gala, dem diesjährigen Motto und der Kritik an dem Event.
Was steckt hinter der Met Gala?
Die Met Gala gilt als das exklusivste Modeevent der Welt. Offiziell trägt sie den Namen Costume Institute Gala und findet jedes Jahr am ersten Montag im Mai im Metropolitan Museum of Art in New York statt. Dieses Jahr fällt sie auf den 4. Mai 2026. Im Kern handelt es sich um eine Benefizveranstaltung: Ziel ist es, Spenden für das Costume Institute, die Modeabteilung des Museums, zu sammeln. Gleichzeitig hat sich die Gala zu einem globalen Popkultur-Phänomen entwickelt, bei dem sich Prominente aus Film, Musik, Sport und Mode inszenieren. Häufig vertreten sind etwa Superstars wie Rihanna (38), Kylie Jenner (28) oder Lady Gaga (40), die in der Vergangenheit mit besonders auffälligen Looks für Aufsehen gesorgt haben.
Die Geschichte der Met Gala
Die Ursprünge der Met Gala reichen bis ins Jahr 1948 zurück. Die Modepublizistin Eleanor Lambert rief die Veranstaltung als vergleichsweise schlichtes Charity-Dinner ins Leben. Ziel war es, finanzielle Mittel für das damals noch junge Costume Institute zu generieren. Einen entscheidenden Wandel erlebte die Gala in den 1970er-Jahren unter der Leitung von Diana Vreeland. Sie führte erstmals thematische Ausstellungen ein und machte das Event spektakulärer und künstlerischer. Die Gala wurde vom reinen Society-Treffen zur kulturellen Inszenierung.
Seit den 1990er-Jahren, insbesondere unter der Ägide von Anna Wintour, entwickelte sich die Met Gala zu einem globalen Medienereignis. Die Gästeliste wurde strenger kuratiert, die Ticketpreise stiegen drastisch, und der rote Teppich wurde zur wichtigsten Bühne für Mode weltweit. Heute generiert die Veranstaltung jährlich zweistellige Millionensummen für das Museum.
Das Motto der Met Gala 2026
Die Met Gala 2026 steht unter dem Motto „Fashion Is Art“ und rückt die Verbindung zwischen Mode und bildender Kunst stärker in den Fokus als je zuvor. Die begleitende Ausstellung untersucht Kleidung als künstlerisches Medium über mehrere Jahrtausende hinweg und stellt den menschlichen Körper als zentrale Projektionsfläche dar.
Gäste der Met Gala 2026
Bei der Met Gala 2026 werden wie jedes Jahr zahlreiche internationale Stars erwartet. Zu den bestätigten Co-Hosts zählen Beyoncé (44), Nicole Kidman (58) und Venus Williams (45). Zendaya (29), die sonst regelmäßig zu den bekanntesten Gesichtern des Events gehört, hat ihre Teilnahme in diesem Jahr abgesagt. Ob diese Entscheidung im Zusammenhang mit der wachsenden Kritik an der Met Gala steht, ist nicht bestätigt. Neben den Co-Hosts gibt es ein weiteres Komitee aus Persönlichkeiten der Bereiche Mode, Film, Musik und Kultur, die den Abend mitgestalten und sehr wahrscheinlich auf dem roten Teppich zu sehen sein werden. Dazu zählen unter anderem Doja Cat (30), Jeff Bezos (62), Lauren Sánchez (56), Sabrina Carpenter (26), Sam Smith (33) und Zoë Kravitz (37).
Boykottdebatte rund um die Met Gala 2026
Rund um die Met Gala 2026 hat sich eine spürbare Boykottdebatte entwickelt. Im Mittelpunkt der Kritik steht die enge Verbindung zu Tech-Milliardär Jeff Bezos, dessen Rolle als Unterstützer und Gastgeber als Symbol für diese Entwicklung gesehen wird. Vorwürfe lauten, die Gala entferne sich zunehmend von ihrem Ursprung und inszeniere stattdessen wirtschaftliche Macht und Exklusivität. Die Debatte bleibt nicht nur digital: Rund um das Metropolitan Museum of Art wurden in New York Plakate und Flyer mit Boykottaufrufen sichtbar. Slogans wie „Boycott the Bezos Met Gala“ richten sich dabei sowohl gegen einzelne Akteure als auch gegen die grundsätzliche Verflechtung von Luxusmode, Kapital und sozialer Ungleichheit. Aktivistengruppen nutzen die hohe Aufmerksamkeit des Events gezielt, um die Met Gala als Symbol wachsender gesellschaftlicher Ungleichgewichte zu kritisieren.



