Norbert Himmler als ZDF-Intendant wiedergewählt: Einziger Bewerber erhält klare Mehrheit
Norbert Himmler als ZDF-Intendant wiedergewählt

Norbert Himmler als ZDF-Intendant wiedergewählt: Einziger Bewerber erhält klare Mehrheit

Norbert Himmler bleibt Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF). Der 55-Jährige wurde im Fernsehrat des öffentlich-rechtlichen Senders in Mainz mit einer deutlichen Mehrheit für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Himmler war der einzige verbliebene Bewerber für die Position, nachdem die ursprünglich ebenfalls zugelassene TV-Journalistin Floria Fee Fassihi ihre Kandidatur zurückgezogen hatte.

Wahl im Fernsehrat mit überzeugendem Ergebnis

Für die Wahl im Fernsehrat, einem gesetzlich vorgesehenen Kontroll- und Beratungsgremium des Senders, war eine Drei-Fünftel-Mehrheit der 60 Mitglieder erforderlich, also mindestens 36 Stimmen. In geheimer Abstimmung votierten 48 der 53 anwesenden Mitglieder für Himmler, bei zwei Enthaltungen und drei Nein-Stimmen. Damit übertraf das Ergebnis deutlich die notwendige Hürde und signalisiert breite Unterstützung für den amtierenden Intendanten.

Im Fernsehrat sitzen Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Gruppen, die sich unter anderem mit Programmbeschwerden befassen. Die Wahl fand unter besonderer Beobachtung statt, da das ZDF in jüngster Zeit mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert war, darunter Diskussionen über KI-Einsatz und Programmformate.

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Himmlers Amtsantritt und Zukunftspläne

Norbert Himmler hatte den Chefposten im Frühjahr 2022 angetreten, seine aktuelle Amtszeit wäre eigentlich erst im März 2027 zu Ende gegangen. Mit der Wiederwahl kann er nun für weitere fünf Jahre an der Spitze des ZDF mit seinen rund 6.000 Mitarbeitern planen und gestalten.

Im Vorfeld der Wahl hatte Himmler bei den Fernsehratsmitgliedern für seine Wiederwahl geworben und unter dem Motto »ein ZDF für alle« seine Vorhaben für die kommenden Jahre skizziert. Zu den geplanten Schwerpunkten gehören:

  • Mehr Angebote für Kinder und Jugendliche
  • Stärkung der Nähe zu den Zuschauern
  • Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts

»Ohne Akzeptanz können wir unseren Auftrag nicht erfüllen«, betonte Himmler in seiner Präsentation und verwies auf die Bedeutung öffentlicher Unterstützung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Kontext und Bedeutung der Wiederwahl

Die Wiederwahl Himmlers fällt in eine Zeit, in der öffentlich-rechtliche Sender sowohl technologische Umbrüche als auch gesellschaftliche Erwartungen bewältigen müssen. Das ZDF steht vor der Aufgabe, traditionelle Programmstrukturen mit neuen digitalen Formaten zu verbinden und dabei seine Kernaufgaben der Information, Bildung und Unterhaltung zu erfüllen.

Die breite Mehrheit im Fernsehrat deutet darauf hin, dass Himmler mit seinem bisherigen Kurs und den geplanten Initiativen auf Zustimmung stößt. Seine Wiederwahl bringt Kontinuität in die Führung des Senders, was angesichts der vielfältigen Herausforderungen im Medienbereich als stabilisierender Faktor gewertet werden kann.

Mit der Bestätigung im Amt kann sich Himmler nun auf die Umsetzung seiner Pläne konzentrieren und das ZDF durch die kommenden Jahre der Medienentwicklung führen. Die nächsten fünf Jahre werden zeigen, wie die unter seiner Leitung skizzierten Vorhaben in die Praxis umgesetzt werden und welche Akzente der Intendant setzen wird.

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