Norwegischer Prinzensohn bricht in Tränen aus: „Ich bin ein Monster geworden“
Prinzessin-Sohn vor Gericht: „Ich bin ein Monster“

Emotionaler Auftritt im norwegischen Gerichtssaal

In den letzten Minuten vor den erwarteten Plädoyers brach Marius Borg Høiby, der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, am Freitag vor Gericht in Tränen aus. Der 29-Jährige gab in seiner finalen Aussage tiefe Einblicke in sein zerrüttetes Privatleben und die psychischen Folgen des laufenden Prozesses.

„Man weiß nicht mehr, wer man ist“

Laut Berichten der Zeitung Verdens Gang sagte Høiby unter Tränen: „Ich bin nicht mehr Marius, ich bin ein Monster.“ Der Prozess habe ihn zum „Hassobjekt“ des gesamten Landes gemacht und ihn von seinem sozialen Umfeld isoliert. „Jeden Tag in der Zeitung zu sein, das ganze Jahr – das macht etwas mit einem Menschen“, erklärte er. „Man weiß nicht mehr, wer man ist.“

Høiby betonte, er erkenne sich selbst nicht wieder in dem, was über ihn in den Medien geschrieben werde. Durch den anhaltenden Druck fühle er sich verfolgt und habe sogar Paranoia entwickelt. „Ich kann niemandem mehr vertrauen“, gestand er dem Gericht.

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Verlust des Privatlebens und sozialer Kontakte

Der Sohn der Kronprinzessin schilderte, wie sein gesamtes Leben öffentlich geworden sei: „Ich habe nichts mehr, was privat ist. Mein ganzes Leben ist öffentlich.“ Selbst intime SMS mit Familienmitgliedern und private Gespräche würden in den Medien landen.

Die soziale Isolation beschrieb Høiby als besonders schmerzhaft: „Ich habe 98 Prozent meines sozialen Netzwerks verloren, und die wenigen, die ich noch habe, trauen sich nicht, mit mir auszugehen und in einem Restaurant zu essen – sie wollen nicht mit mir gesehen werden.“

Lebenslange Belastung durch öffentliche Aufmerksamkeit

Vor Gericht hatte Høiby wiederholt betont, wie sehr ihn die ungewollte öffentliche Aufmerksamkeit seit seiner Kindheit belastet habe. Als Kleinkind wurde er bekannt, als seine Mutter Kronprinz Haakon von Norwegen heiratete. Diese frühe Prägung durch die Medien habe die aktuelle Situation zusätzlich verschärft.

Der 29-Jährige steht in 40 Punkten unter Anklage, darunter auch wegen Vergewaltigung. In der kommenden Woche werden die Plädoyers in diesem aufsehenerregenden Prozess erwartet, der das norwegische Königshaus und die Öffentlichkeit gleichermaßen beschäftigt.

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