Promi-Unterstützung für Collien Fernandes: „Die Scham muss die Seiten wechseln“
Tausende Internet-Kommentare machen Collien Fernandes (44) jetzt Mut. Die Schauspielerin hat sich entschieden, an die Öffentlichkeit zu gehen und den Schmerz nicht mehr nur mit sich allein herumzutragen. Im „Spiegel“ und auf Instagram erhebt sie schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50).
Schwere Vorwürfe gegen Christian Ulmen
Der unglaubliche Vorgang: Jahrelang soll der Schauspieler sich im Internet als seine damalige Frau ausgegeben haben und teils sexuelle Chat-Kontakte mit fremden Männern in ihrem Namen gehabt haben. Weitere Vorwürfe beinhalten, dass Christian Ulmen manipulierte Fotos und Videos von Collien Fernandes verbreitet habe. Die Anschuldigungen und eine Anzeige führten mittlerweile zu Vorermittlungen der spanischen Staatsanwaltschaft auf Mallorca, wo beide leben.
Gegen die Berichterstattung im „Spiegel“ geht Ulmens Anwalt vor und schreibt von unzulässiger Verdachtsberichterstattung und unwahren Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung. Lange galten Collien Fernandes und Christian Ulmen als Traumpaar der deutschen Filmszene – sie heirateten 2011 und haben eine dreizehnjährige Tochter. Die offizielle Trennung erfolgte im September letzten Jahres.
Breite Solidarität aus Politik und Prominenz
Wie der Fall ausgeht, müssen jetzt Gerichte entscheiden. Was bereits klar ist: Fernandes bekommt große Unterstützung in den sozialen Medien. Mehrere tausend Follower posteten ihre Worte. Politiker, Schauspieler und Autorinnen solidarisieren sich öffentlich.
Anika Decker (50, „Keinohrhasen“) schrieb: „Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Es tut mir unendlich leid, was dir passiert ist.“ Journalistin Düzen Tekkal (47) äußerte sich mit bewegenden Worten: „Das erste Gefühl: Mir fehlen die Worte, mir ist wirklich schlecht. Das zweite Gefühl: Mitgefühl für dich und Demut. Ich danke dir von ganzem Herzen für deinen Mut, das Schweigen zu brechen.“
Politische Reaktionen und Forderungen
Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (54, CDU) sagte: „Die Berichte über die Leidensgeschichte von Collien Fernandes machen mich betroffen. Das zeigt einmal mehr auf schreckliche Weise, dass sexualisierte Gewalt und Unterdrückung wirklich jede Frau treffen kann.“ Er betonte die Forderung nach härteren Strafen für die Verbreitung intimer Bilder und KI-Deepfakes.
Ex-SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert (36) schrieb an Fernandes: „Hochachtung für den Mut, sich über Jahre hinweg zu wehren und jetzt auch noch diesen großen Schritt zu gehen.“ Er unterstrich die Bedeutung des Satzes „Die Scham muss die Seiten wechseln“ für das gesellschaftliche Bewusstsein.
Künstlerinnen zeigen sich betroffen
Schauspielerin Gesine Cukrowski (57, „Das Wunder von Bern“) kommentierte: „Ich hab’ gar keine Worte dafür, wie schlimm das ist. Danke für deinen Mut. Du zeigst damit ganz vielen Betroffenen, dass sie nicht allein mit diesen Erfahrungen sind.“ Sie sprach von einem „ganzen System“ und forderte, digitale Gewalt endlich ernst zu nehmen.
Fernandes‘ Schauspielkollegin Susan Sideropoulos (45, „Rote Rosen“) versuchte ebenfalls, Trost zu spenden: „Sprachlos. Ich glaub’, mein Herz hat für einen Augenblick aufgehört zu schlagen. Umarme dich fest.“ Es sind allesamt Worte aus dem Netz, die Collien jetzt guttun werden.
Rechtliche Auseinandersetzung läuft
Auf BILD-Anfragen antworteten bisher weder Collien Fernandes noch Christian Ulmen selbst. Sein Anwalt Christian Schertz schickte ein Informationsschreiben, in dem es heißt: „Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den SPIEGEL rechtliche Schritte einzuleiten.“ Es würden weiterhin „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“ verbreitet.
Collien Fernandes sah sich nach eigenen Angaben laut „Spiegel“ über Jahre den mutmaßlichen Erniedrigungen ihres Ex-Mannes ausgesetzt. Weihnachten 2024 soll Ulmen ihr auf Druck gebeichtet haben, dass er hinter den gefakten Fotos im Netz stecke. Die breite Unterstützung zeigt, dass ihre Entscheidung, an die Öffentlichkeit zu gehen, auf viel Resonanz stößt.



