Skandal erschüttert „7 vs. Wild“ noch vor Drehstart der sechsten Staffel
Mit dem Ankündigungstrailer zur sechsten Staffel versuchte das beliebte Outdoor- und Survival-Format „7 vs. Wild“ vor gut einem Monat, an das frühere Flair und den Erfolg anzuknüpfen. Es hieß, man habe aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Doch nun holt die Geschichte die Show buchstäblich ein – und sorgt für erheblichen Ärger, noch bevor die Dreharbeiten überhaupt beginnen.
Chaotische Wildcard-Bewerbungen und alte Kontroversen
Nachdem die letzte Staffel von Kritikern zerissen wurde, sollte in der sechsten Ausgabe alles besser werden. Das versprach Johannes Mickenbecker vom YouTube-Kanal „The Real Life Guys“. Nach dem Ausstieg des Gründungsteams um Fritz Meinecke im Sommer 2025 soll er als Sprachrohr der neuen Staffel fungieren. Zurückkehren soll auch ein Wildcard-Kandidat, der in einer separaten Wildcard-Staffel ermittelt wird.
Doch genau diese Wildcard-Bewerbungen ließen eine alte Kontroverse hochkochen: Es geht um Willi vom Kanal „UrlagEntertainments“, der sich auf Outdoor, Survival und Vintage-Themen von 1900 bis 1950 spezialisiert hat. Ihm werden seit seiner Wildcard-Bewerbung für die zweite Staffel Nähe zum Rechtsextremismus vorgeworfen. Schon damals distanzierte er sich und betonte, seine Begeisterung für die Zeit sei rein historisch, heikle Posts auf Social Media seien nur unüberlegt gewesen. Dennoch blieben seither Zweifel bestehen.
Produktionsteam lehnt Bewerber ab – mit widersprüchlichen Begründungen
Das Produktionsteam von Calivision Network lehnte Willi nun ab. Statt einer klaren Ansage tauchte er einfach nicht in der Abstimmung auf, in der Fans ihren Favoriten wählen konnten. Es folgten Chaos und widersprüchliche Begründungen. Willi monierte: Mal seien die Vorwürfe der Grund, mal angeblich fehlende Zeit. „Dabei gab es gar keinen festen Termin“, so der YouTuber.
Johannes Mickenbecker räumt Fehler ein und entschuldigt sich
Schließlich räumte Johannes Mickenbecker in einer Stellungnahme Fehler ein: „Wir müssen uns bei euch entschuldigen.“ Mehrere Bewerber seien ausgeschlossen worden, ohne informiert zu werden. Der Grund für Willis Aus: ein Missverständnis. In einem Gespräch erwähnte er, im Juli Vater zu werden. Das Team nahm an, er sei für die Hauptstaffel verhindert – und strich ihn komplett. Inzwischen hätten sich alle Parteien ausgesprochen.
Doch der Skandal hat bereits Folgen: Nach den Vorfällen zogen einige Teilnehmer ihre Bewerbung zurück. Selbst Johannes Mickenbecker äußerte Zweifel, ob er weitermacht: „Ich sage euch ehrlich, dass mich dieses ganze Thema hier jetzt doch ziemlich belastet hat, und dass ich gehofft hatte, dass ich genau eigentlich so was vermeiden kann.“
Fans kritisieren Neuerungen als Bruch mit dem ursprünglichen Konzept
Zusätzlichen Unmut verursacht eine Neuerung: Gleich 30 Kandidaten sollen die Wildcard-Staffel bestreiten. Viele Fans sehen das als Bruch mit dem ursprünglichen Konzept der Show an, die bisher mit kleineren Teilnehmerzahlen überzeugte. Die sechste Staffel von „7 vs. Wild“ startet somit unter keinem guten Stern – belastet von internem Chaos, öffentlichen Kontroversen und enttäuschten Erwartungen der Community.



