Digitale Gewalt, Heizkosten und Videocalls: Drei aktuelle Herausforderungen für Deutschland
Digitale Gewalt, Heizkosten, Videocalls: Aktuelle Herausforderungen

Drei aktuelle Herausforderungen für die deutsche Gesellschaft

Die deutsche Jurastudentin Theresia Crone hat sexualisierte Deepfake-Bilder von sich im Internet entdeckt und spricht offen über die Folgen. Angst, Ohnmacht und Kontrollverlust bestimmen seitdem ihren Alltag. Vielen Deutschen war das Problem digitaler Gewalt lange unbekannt, doch seit einer SPIEGEL-Recherche über den Fall der Schauspielerin Collien Fernandes diskutiert das Land intensiv über diese Form der Gewalt im Netz.

Die Scham muss die Seiten wechseln

Für Betroffene, die seit Jahren auf fehlenden Opferschutz und Gesetzeslücken aufmerksam machen, fühlt sich die neue Aufmerksamkeit wie eine Explosion an. Theresia Crone meint: "Jetzt ist ein Moment, wo ganz viele Menschen gleichzeitig sagen: Ich habe die Nase voll." Die Studentin wurde zu einer Mitorganisatorin einer spontanen Demonstration in Berlin, zu der Fernandes aufgerufen hatte.

Die Schauspielerin hat Ende vergangenen Jahres in Spanien Anzeige gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erstattet. Das Verfahren befindet sich noch in einem frühen Stadium, für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Seine Anwälte sprechen im Zusammenhang mit den Vorwürfen unspezifisch von "unwahren Tatsachen".

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Fernwärme wird deutlich teurer

Der Energiepreisschock nach dem Angriff auf den Iran erreicht Europa in verschiedenen Wellen. Während Autofahrer die Verteuerung sofort an den Tankstellen spüren, wird das Problem früher oder später fast alle Haushalte in Deutschland einholen. Wer aktuell einen neuen Vertrag für Gas oder Strom abschließen will, bemerkt bereits einen leichten Preisanstieg im Vergleich zum Jahresanfang.

Besonders betroffen sind Fernwärmekunden. Ein Großteil der deutschen Fernwärme stammt aus Gaskraftwerken, deren Kosten mit dem Irankrieg deutlich steigen. Diese Entwicklung wird mit zeitlichem Verzug zutage treten und viele Haushalte finanziell belasten.

Glitch und weg: Wenn die Technik beim Videocall versagt

Wenn die Technik beim Videotelefonat aus dem Homeoffice hakt, fällt das negativ auf die Person mit dem Problem zurück. Zwei Forscherinnen haben untersucht, wie technische Störungen bei Videocalls uns beeinflussen und welche Strategien wir anwenden können.

Humor hilft dabei nur bedingt, da selbst der beste selbstironische Witz über die eigene WLAN-Schwäche nur als Wortbrei am anderen Ende der Leitung ankommen kann. Die psychologischen Effekte der Störungen machen diese Situationen besonders unangenehm für alle Beteiligten. Dennoch sollten wir Videotelefonate nicht aufgeben, sondern lernen, mit technischen Problemen umzugehen.

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