Kevin Spacey entgeht britischem Zivilprozess durch außergerichtliche Einigung
Spacey entgeht Prozess durch außergerichtliche Einigung

Kevin Spacey vermeidet weiteren Prozess durch außergerichtliche Einigung

Der US-amerikanische Schauspieler Kevin Spacey (66) hat einen weiteren juristischen Konflikt in Großbritannien abgewendet. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, hat sich der zweifache Oscar-Preisträger mit drei Männern außergerichtlich geeinigt, die ihm sexuelle Übergriffe vorgeworfen hatten. Damit wird ein für Oktober geplanter Zivilprozess in London nicht mehr stattfinden.

Verfahren wird im gegenseitigen Einvernehmen eingestellt

In einem entsprechenden Richterspruch heißt es: „Im gegenseitigen Einvernehmen werden alle weiteren Verfahren gegen den Beklagten in diesen Angelegenheiten ausgesetzt.“ Über die konkreten Bedingungen dieser Einigung wurde nichts bekannt gegeben. Es bleibt unklar, ob finanzielle Vereinbarungen zwischen den Parteien getroffen wurden. Spacey selbst hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets zurückgewiesen und seine Unschuld beteuert.

Frühere Geständnisse und rechtliche Vorgeschichte

Allerdings räumte der Schauspieler in einem Interview mit dem britischen TV-Talker Piers Morgan (59) ein, in vergangenen Situationen „gegrabscht“ und „jemanden sexuell berührt“ zu haben, obwohl dieser das nicht gewollt habe. Spacey erklärte dazu, ihm sei dies in dem jeweiligen Moment nicht bewusst gewesen.

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Bereits im Jahr 2023 war Kevin Spacey in London in einem Strafprozess freigesprochen worden. Vier Männer hatten ihm damals sexuelle Nötigung vorgeworfen. Zwei dieser Männer reichten anschließend eine Zivilklage ein, der sich der britische Schauspieler Ruari Cannon (31) anschloss. Die mutmaßlichen Taten sollen sich zwischen 2004 und 2015 ereignet haben – genau in jener Zeit, als Spacey als künstlerischer Leiter des renommierten Londoner Old Vic Theaters tätig war.

Weltweite Karriere und #MeToo-Kontext

Kevin Spacey wurde durch Filme wie „Die üblichen Verdächtigen“ und „American Beauty“ international bekannt und gewann für diese Rollen jeweils einen Oscar. Seine Rolle als US-Präsident Frank Underwood in der Netflix-Serie „House of Cards“ machte ihn einem Millionenpublikum bekannt. Im Zuge der #MeToo-Bewegung mussten sich neben Spacey zahlreiche weitere US-Prominente wegen Vorwürfen sexualisierter Gewalt vor Gericht verantworten, darunter Bill Cosby (88) und R. Kelly (59).

Die nun bekannt gewordene außergerichtliche Einigung beendet vorerst die juristischen Auseinandersetzungen des Schauspielers in Großbritannien. Die genauen Umstände und mögliche Entschädigungszahlungen bleiben jedoch im Dunkeln.

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