Stuckrad-Barre zieht klare Grenze nach Vorwürfen gegen Ulmen
Die jüngsten Enthüllungen von Collien Fernandes (44) über ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) haben weitreichende Konsequenzen. In der aktuellen „Spiegel“-Ausgabe sowie auf Instagram spricht Fernandes, die seit einigen Monaten von Ulmen geschieden ist, von „virtueller Vergewaltigung“. Die Reaktionen darauf lassen nicht lange auf sich warten und erreichen nun auch das engste persönliche Umfeld des Schauspielers.
Eine 30-jährige Freundschaft wird auf die Probe gestellt
Autor Benjamin von Stuckrad-Barre (51), seit drei Jahrzehnten mit Christian Ulmen befreundet, findet im „Spiegel“-Interview deutliche Worte: „Bei Gewalt endet alles, wirklich alles.“ Die beiden Männer waren nicht nur beruflich eng verbunden, sondern teilten auch eine private Freundschaft, die jedoch nun offenbar an ihre Grenzen stößt.
Stuckrad-Barre betont im Interview: „Ich muss mich hier ganz klar von meinem Freund Christian distanzieren.“ Auf Instagram schreibt der Autor zudem, dass ihn die Enthüllungen „völlig unerwartet“ getroffen haben, er sich in einem „Schockzustand“ befinde und die Vorwürfe für ihn „einfach nur fürchterlich“ seien.
Digitale sexualisierte Gewalt ist Gewalt
Weiter erklärt Stuckrad-Barre seine Position: „Als ich nun die Schilderungen Colliens las, und diese mir dort und anderswo gut belegt erschienen, war das auf mehreren Ebenen eine immense Erschütterung. Digitale sexualisierte Gewalt ist Gewalt. Und bei Gewalt endet alles, wirklich alles.“
Der Autor wird noch deutlicher: „Mit meinem Freund Christian konnte ich das ihm vorgeworfene entwürdigende Verhalten zwar überhaupt nicht zusammenbringen, ich muss das aber jetzt tun, das ist die Lage.“ Genau darin sieht er auch ein grundsätzliches Problem in der Gesellschaft.
Appell an Männer: „Das kann ich mir nicht vorstellen“ abgewöhnen
Stuckrad-Barre richtet einen deutlichen Appell vor allem an Männer: „Es ist an niemandem sonst als an uns Männern, festzustellen, anzuerkennen und zu verurteilen, dass die allermeisten Gewalttaten gegenüber Frauen innerhalb von Beziehungen stattfinden.“
Er betont weiter: „Und dass die Täter eben nicht nur irgendwelche düsteren Gestalten aus Statistiken sind, sondern dass darunter auch Menschen sind, die wir bewundern oder lieben.“ Vor allem müssten sich Männer einen Satz dringend abgewöhnen: „Das kann ich mir nicht vorstellen.“
Konsequenzen für Ulmen werden sichtbar
Christian Ulmen selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Die Konsequenzen sind jedoch bereits spürbar: Der Schauspieler verliert erste Werbepartner und offenbar auch Rückhalt im persönlichen Umfeld. Collien Fernandes und Christian Ulmen waren 14 Jahre lang verheiratet, im Herbst 2025 folgte die Trennung.
Unter dem Instagram-Post von Fernandes sammeln sich bereits tausende Kommentare, in denen Fans und prominente Weggefährten ihr den Rücken stärken. Die öffentliche Debatte über digitale sexualisierte Gewalt und Verantwortung in Freundschaften gewinnt durch Stuckrad-Barres klare Positionierung weiter an Fahrt.



