Whistleblower warnte König Charles bereits 2019 vor Andrews Geschäften
Eine einzige E-Mail bringt den Buckingham-Palast weiter ins Wanken: Bereits im Jahr 2019 soll König Charles III. (77) gewarnt worden sein, dass der gute Name der Royal Family für lukrative Geschäfte genutzt wird. Nach der jüngsten Festnahme von Ex-Prinz Andrew (66) rückt nun diese brisante Whistleblower-Nachricht in den Fokus der Öffentlichkeit. Die zentrale Frage lautet: Was wusste der heutige König wirklich – und warum griff er nicht früher ein?
Die Enthüllung der Daily Mail
Wie die britische Zeitung „Daily Mail“ jetzt enthüllt, wurde Charles damals explizit gewarnt, dass der Name der königlichen Familie durch die geschäftliche Verbindung seines Bruders Andrew Mountbatten-Windsor zum Multimillionär David Rowland (80) systematisch „missbraucht“ werde. Der schwerwiegende Vorwurf lautet: Rowland, dessen Vermögen 2019 auf rund 700 Millionen Euro geschätzt wurde, habe königliche Kontakte gezielt für seine Geschäftsinteressen instrumentalisiert. Andrew soll den Bankier und Finanzier laut den Berichten sogar an offiziellen königlichen Aufgaben teilnehmen lassen haben.
Inhalt der brisanten Whistleblower-Mail
In der direkt an Charles‘ Anwälte gerichteten E-Mail hieß es unmissverständlich, Andrews Handlungen deuteten darauf hin, dass er „seine Beziehung zu David Rowland für wichtiger hält als die zu seiner eigenen Familie“. Der anonyme Whistleblower schickte parallel auch eine Nachricht an Rowland selbst und setzte dabei Charles‘ Privatsekretär sowie den Anwalt der verstorbenen Queen Elizabeth II. (†96) in Kopie. In dieser Korrespondenz wurde weiter behauptet, Rowland habe den Duke of York „dafür bezahlt, eine luxurgische Banklizenz“ für seine Privatbank zu beschaffen – eine Anschuldigung, die von den Beteiligten später vehement bestritten wurde.
Andrews umstrittene Rolle als Handelsgesandter
Besonders brisant erscheint dieser Vorwurf vor dem Hintergrund von Andrews früherer Tätigkeit: Von 2001 bis 2011 arbeitete er als vom britischen Steuerzahler finanzierter Handelsgesandter und vertrat Großbritannien offiziell im Ausland. Bei den aktuellen Ermittlungen wegen möglichen Amtsmissbrauchs wird nun intensiv geprüft, ob er vertrauliche Regierungsberichte an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) zu potenziellen Investitionsobjekten weitergegeben hat. Geschäftsmann Rowland begleitete Andrew auf zahlreichen dieser offiziellen Reisen, was die Vermutung nährt, dass geschäftliche Interessen und diplomatische Missionen untrennbar verwoben waren.
Finanzielle Verstrickungen in Millionenhöhe
Die finanziellen Verbindungen zwischen Andrew und dem Multimillionär gehen weit über bloße Geschäftskontakte hinaus. Rowland soll Andrews dauerklammer Ex-Frau Sarah Ferguson (66) rund 46.000 Euro zur Begleichung von Schulden zur Verfügung gestellt haben. Noch gravierender: Im Jahr 2017 soll er für Andrew ein Darlehen in schwindelerregender Höhe von 1,7 Millionen Euro komplett getilgt haben! Diese finanziellen Transaktionen werfen die brennende Frage auf, ob hier Geld gegen königlichen Einfluss getauscht wurde.
Weitere schwerwiegende Vorwürfe
Die Whistleblower-Mail ist nur ein Teil einer ganzen Reihe neuer Enthüllungen. Andrew soll zudem heimlich eine offizielle Handelsmission genutzt haben, um Geschäftspartner beim Abschluss eines millionenschweren Öl-Deals mit China zu unterstützen. Laut internen Berichten hoffte er, gemeinsam mit Epstein „tonnenweise Geld“ zu verdienen. Auch politischen Einfluss soll Andrew ausgeübt haben: Als ein kompromittierendes Foto von ihm mit der damals 17-jährigen Virginia Giuffre auftauchte, sprach er bei Prinz Williams Hochzeit im April 2011 unter anderem mit Premierminister David Cameron (59), um seinen Posten als Handelsgesandter zu sichern.
Politische Reaktionen und aktuelle Entwicklungen
Am vergangenen Samstag forderten britische Abgeordnete die Polizei nachdrücklich auf, die von der „Daily Mail“ erlangten Beweise umfassend zu prüfen. Andrew bestreitet nach wie vor jegliches Fehlverhalten und weist die Vorwürfe entschieden zurück. Jonathan Rowland, der Sohn des Multimillionärs, kommentierte die Anschuldigungen zur Banklizenz mit den Worten: „Man kann keine Banklizenz beschaffen, das ist eine idiotische Behauptung.“ Dennoch bleibt die Whistleblower-Mail von 2019 ein zentrales Dokument, das das Ausmaß der königlichen Verstrickungen in geschäftliche Angelegenheiten in einem neuen, alarmierenden Licht erscheinen lässt.



