YouTube-Star ViscaBarca: Der hohe Preis des Mega-Erfolgs
Für Millionen Fans sieht das Leben von YouTube-Star ViscaBarca, bürgerlich Anton Rinas (29), nach purem Glück aus: volle Stadien, weltweite Reisen und eine treue Community. Doch hinter der strahlenden Fassade verbirgt sich eine erschütternde Realität, über die der Fußball-Influencer nun offen spricht.
Vom Traum zum Dauer-Marathon
Mit fast zwei Millionen Abonnenten auf YouTube gehört Anton Rinas zu den erfolgreichsten deutschen Content-Creatoren im Fußballbereich. Doch der Weg dorthin war geprägt von extremen Belastungen. „Ich kratze regelmäßig am Burnout oder hatte es auch schon“, gesteht der 29-Jährige in einem aktuellen Interview. Was von außen wie Luxus erscheint, entpuppte sich für ihn als anstrengender Dauerlauf.
Sein Alltag bestand jahrelang aus bis zu 150 Flügen pro Jahr, ständigen Drehs und nächtlichen Schnittarbeiten. Der Druck, immer neue Inhalte zu liefern und ständig online zu sein, wuchs kontinuierlich. „Man will das ja auch nicht verlieren“, beschreibt Anton die Angst, die ihn begleitet.
Drei Tage ohne Schlaf trotz Medikamente
Besonders dramatisch entwickelten sich die Schlafprobleme des YouTubers. Aus gelegentlichen schlechten Nächten wurde eine Abwärtsspirale. „Dann hattest du mal eine Nacht, wo du gar nicht durchschlafen kannst. Dann wird es noch schlimmer“, erzählt er. Der absolute Tiefpunkt: Drei Tage ohne Schlaf trotz rezeptpflichtiger Schlaftabletten.
„Ich habe dann sogar rezeptpflichtige Schlaftabletten bekommen und sie haben nicht gewirkt“, berichtet Anton erschüttert. Ohne ausreichenden Schlaf funktionierte weder sein Körper noch sein Geist richtig, doch der Alltag mit Reisen und Produktionen ging unvermindert weiter.
Der eigene Anspruch als größter Feind
Ironischerweise waren es nicht private Probleme, die ihn an seine Grenzen brachten, sondern der eigene Perfektionismus und Erfolgsdruck. „Mit dem Erfolgsdruck umzugehen war viel schwerer“, erklärt der Content-Creator. Sein Leben bestand oft nur noch aus Arbeit – Drehen, Reisen, Schneiden – während der Schlaf zur Nebensache degradiert wurde.
Manchmal ging er erst morgens ins Bett, um wenige Stunden später wieder aufzustehen und weiterzuarbeiten. Dieser Rhythmus hinterließ tiefe Spuren in seiner Gesundheit.
Neue Prioritäten: Zeit statt Perfektion
Heute hat Anton Rinas gelernt, anders mit sich umzugehen. Perfektion ist nicht mehr sein oberstes Ziel. „Ich habe gelernt zu akzeptieren, wenn ich mal nicht gut schlafe“, sagt er. Seine wichtigste Erkenntnis aus der schwierigen Phase: „Erfolg bedeutet für mich Zeit zu haben“ – Zeit für sich selbst, für Freunde und vor allem für die eigene Gesundheit.
Der YouTube-Star, der sogar schon Barça-Supertalent Lamine Yamal traf, hat seine Werte neu sortiert. Sein offenes Geständnis über Burnout und psychische Belastungen im Influencer-Business könnte vielen anderen Content-Creatoren Mut machen, ebenfalls über ihre Grenzen zu sprechen.



