Prinzessin Kate kämpft mit Hut bei historischer Inthronisierung der ersten Erzbischöfin
Kates Hut kämpft mit Wind bei historischer Canterbury-Zeremonie

Historischer Moment in Canterbury: Erste Frau wird Erzbischöfin

Bei einer der bedeutendsten religiösen Zeremonien Englands seit Jahrhunderten stand am vergangenen Mittwoch nicht nur die historische Inthronisierung der ersten Erzbischöfin von Canterbury im Mittelpunkt, sondern auch ein ungewöhnlicher modischer Auftritt. Prinz William (43) und Prinzessin Kate (44) wohnten in der Kathedrale von Canterbury der Einsetzung von Dame Sarah Mullally (64) bei, die als erste Frau in der 1.400-jährigen Geschichte der Church of England dieses hohe Amt antritt.

Kates eleganter Kampf mit den Elementen

Laut Berichten der Daily Mail erschien Kate in einem eleganten Mantel des britischen Labels Suzannah London, den sie mit einem breitkrempigen Hut von Hutmacherin Juliette Botterill kombinierte. Bei böigem Wind und Regen musste die Prinzessin ihren markanten schwarz-weißen Hut beim Aussteigen aus dem Wagen vor der Kathedrale mit einer Hand festhalten, was für fotografische Momente sorgte. Ihr elegantes Chignon-Haar, Perlenohrringe und eine Kette mit kleinem Kreuz rundeten den durchdachten Auftritt ab, der trotz der widrigen Wetterbedingungen royalen Glanz verbreitete.

Williams traditionelle Rolle als Thronerbe

Prinz William nahm in seiner Eigenschaft als Prince of Wales an der Zeremonie teil, was laut People Tradition ist: Der Thronerbe vertritt den Monarchen bei der Inthronisierung einer neuen Erzbischöfin oder eines neuen Erzbischofs. König Charles, als Oberhaupt der Church of England, ließ sich durch ein offizielles Mandat repräsentieren, das vom Hauptregistrar der Provinz Canterbury, Darren Oliver, verlesen wurde. Darin erteilte der König die formale Anweisung zur Einsetzung von Sarah Mullally. Weder William noch Kate übernahmen eine aktive Rolle in der Zeremonie; sie nahmen als Teil der rund 2.000 anwesenden Gäste Platz.

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Diskrete Botschaften und gemeinsame Leidenschaften

Dem Anlass ging eine diskrete Botschaft aus dem Kensington Palast voraus: Demnach ist William zwar kein regelmäßiger Kirchgänger, pflege aber eine stille, ernsthafte Verbundenheit zu seinem Glauben. Besonders am Herzen liegt ihm der Aufbau einer engen Beziehung zur neuen Erzbischöfin – was durch eine gemeinsame Leidenschaft erleichtert werden dürfte: Wie William ist Dame Sarah überzeugter Aston-Villa-Fan. Bereits im Februar hatte das royale Paar Mullally in ihrer offiziellen Residenz Lambeth Palace in London besucht, was auf eine wachsende Verbindung hindeutet.

Mullallys Pilgerreise und klare Worte

Dame Sarah Mullally, die 106. Erzbischöfin von Canterbury, hatte sich die Zeremonie auf besondere Weise erarbeitet: Sie absolvierte zuvor eine sechstägige Pilgerreise zu Fuß von London nach Canterbury und traf am 22. März in der Kathedralstadt ein. Zur Eröffnung des Gottesdienstes klopfte sie traditionell dreimal mit ihrem Bischofsstab an das Westportal der Kathedrale, bevor sie auf Fragen örtlicher Schulkinder antwortete: Sie sei gesandt, um zu dienen, die Liebe Christi zu verkünden und gemeinsam mit den Menschen zu beten.

In ihrer ersten Predigt fand sie deutliche Worte zu Versäumnissen der Kirche: Man dürfe den Schmerz von Menschen nicht kleinreden, die durch Handlungen oder Unterlassungen innerhalb christlicher Gemeinschaften Leid erfahren hätten. Opfer und Überlebende müssten täglich im Herzen getragen werden, betonte sie nachdrücklich. Die Erzbischöfin schloss den Bogen zu ihrer eigenen Biografie: Als Teenagerin hätte sie sich nie vorstellen können, dass sie als erste Frau an die Spitze des anglikanischen Kirchenamtes treten würde. Mit 16 Jahren hat sie zum christlichen Glauben gefunden – ein Weg, der sie bis nach Canterbury geführt hat und nun Geschichte schreibt.

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