Elektrisches Geläut zieht in Kirchscheidungen ein: Spendenaktion macht Modernisierung möglich
In der Kirche St. Johannes in Kirchscheidungen wird das traditionelle Läuten per Hand bald der Vergangenheit angehören. Derzeit sind die Bronzeglocken verstummt, doch der Grund dafür ist ein durchaus erfreulicher: Zwei spezialisierte Firmen aus Kölleda und Freyburg sind vor Ort, um das historische Geläut auf einen modernen elektrischen Betrieb umzustellen.
Von Handbetrieb zu Fernsteuerung: Eine technische Neuerung
Kirchenältester Martin Reschke steht an der großen Glocke, die gemeinsam mit der kleineren Bronze künftig nicht mehr manuell, sondern elektrisch und per Knopfdruck via Fernbedienung geläutet werden kann. Diese Umstellung bedeutet einen signifikanten Fortschritt für die Kirchengemeinde, die damit in die Moderne aufschließt.
Der vertraute Klang der Glocken, der bisher am Abend, samstags zur Einstimmung auf den Sonntag oder zu Gottesdiensten erklang, wird nach Abschluss der Arbeiten in elektrischer Form wieder zu hören sein. Die Installation der elektrischen Antriebe an beiden Glocken ist ein aufwendiger Prozess, der Fachwissen und Präzision erfordert.
Gemeinschaftsleistung: Spendensammlung stemmt Kosten
Ein großer Teil der finanziellen Last für dieses Projekt wird von der Kirchengemeinde selbst getragen. Durch eine erfolgreiche und engagierte Spendensammlung hat die Gemeinde einen substantiellen Beitrag zur Finanzierung der Umrüstung geleistet. Diese Eigeninitiative unterstreicht den starken Zusammenhalt und das Engagement der Kirchscheidunger Bürger für ihr kulturelles und religiöses Erbe.
Die Zusammenarbeit mit den Firmen aus Kölleda und Freyburg gewährleistet eine professionelle Umsetzung der technischen Anforderungen. Die Modernisierung des Geläuts ist nicht nur eine praktische Verbesserung, sondern auch ein Symbol für die Anpassungsfähigkeit traditioneller Institutionen an zeitgemäße Standards.
Mit dem Abschluss der Arbeiten wird Kirchscheidungen über ein zuverlässiges und leicht bedienbares elektrisches Geläut verfügen, das die liturgischen und gemeindlichen Bedürfnisse effizient unterstützt. Diese Neuerung markiert einen wichtigen Schritt in der Geschichte der Kirche St. Johannes und demonstriert, wie Tradition und Innovation harmonisch vereint werden können.



