Vance fordert Papst auf: Konzentrieren Sie sich auf moralische Fragen statt US-Politik
Vance: Papst soll sich auf Moral statt US-Politik konzentrieren

US-Vizepräsident Vance rät Papst zur Konzentration auf moralische Angelegenheiten

In einem aktuellen Interview mit dem Sender Fox News hat US-Vizepräsident JD Vance eine klare Position bezogen: Das Oberhaupt der Katholischen Kirche, Papst Leo XIV., solle sich besser aus der amerikanischen Politik heraushalten. Der Republikaner, der selbst zum Katholizismus konvertierte, betonte dabei die Bedeutung moralischer Führung durch den Vatikan.

Hintergrund: Scharfer Schlagabtausch zwischen Trump und Papst

Die Äußerungen von Vance erfolgen vor dem Hintergrund eines eskalierenden Konflikts zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ersten amerikanischen Papst in der Geschichte. Am vergangenen Wochenende hatte Leo XIV. erneut eindringlich dazu aufgerufen, die aktuellen Kriege zu beenden und Frieden einkehren zu lassen. Trump reagierte darauf mit scharfer Kritik und warf dem Pontifex vor, eine „schreckliche“ Außenpolitik zu betreiben.

Vance zeigte sich in dem Interview gelassen bezüglich dieser Spannungen: „Dass sich der Papst für die Dinge einsetzt, die ihm wichtig sind, ist gut und richtig. Aber die US-Politik sollte er dem gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten überlassen.“ Der Vizepräsident fügte hinzu, dass er sich keine großen Sorgen über die momentanen Konflikte zwischen den beiden mache.

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Vance: Vatikan sollte sich auf Kernkompetenzen konzentrieren

Der Katholik Vance formulierte seine Erwartungen an den Vatikan deutlich: „In manchen Fällen wäre es das Beste für den Vatikan, sich auf moralische Angelegenheiten zu konzentrieren.“ Damit sprach er eine grundsätzliche Frage nach der Rolle religiöser Führer in weltlichen politischen Angelegenheiten an.

Das angespannte Verhältnis zwischen dem Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken und dem US-Präsidenten besteht bereits seit längerer Zeit. Bereits unmittelbar nach seiner Wahl im Mai 2025 wurde Leo XIV. von verschiedenen Seiten als „Anti-Trump“ bezeichnet – eine Charakterisierung, die die grundlegenden Differenzen zwischen den beiden Persönlichkeiten unterstreicht.

Kontroverse um Trump-Bild mit religiösen Anklängen

Ein weiterer Punkt der Auseinandersetzung betrifft ein von Trump online veröffentlichtes und später wieder gelöschtes Bild, das den US-Präsidenten in einer Heiland-Pose zeigte. Vance kommentierte diese Kontroverse mit den Worten, Trump habe das Bild „als Scherz gepostet“ und dann schnell erkannt, dass „eine Menge Leute seinen Humor in dem Fall nicht verstehen“.

Kritiker hatten dem Präsidenten daraufhin Blasphemie vorgeworfen – eine Anschuldigung, die die religiösen Dimensionen des Konflikts zusätzlich verschärfte. Vance versuchte in seinen Äußerungen, diese Episode zu relativieren und gleichzeitig die grundsätzliche Forderung nach einer Trennung von kirchlicher Moral und politischer Entscheidungsfindung zu bekräftigen.

Die Position des Vizepräsidenten reflektiert damit eine klassisch konservative Sichtweise auf das Verhältnis von Religion und Staat, bei der religiöse Autoritäten zwar moralische Leitlinien vorgeben, sich aber aus konkreten politischen Entscheidungsprozessen heraushalten sollten.

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