Mindestens 13 Obdachlose in Hamburg im Januar verstorben – Kältewelle als Faktor
13 Obdachlose in Hamburg im Januar gestorben

Mindestens 13 Obdachlose in Hamburg im Januar verstorben

Im Januar sind in Hamburg mindestens 13 obdachlose Menschen gestorben, wie die Sozialbehörde der Hansestadt mitteilte. Drei dieser Todesfälle ereigneten sich direkt auf der Straße, während die anderen in Einrichtungen wie dem Winternotprogramm oder in Krankenhäusern stattfanden. Die genauen Todesursachen sollen nach Abschluss der Obduktionen durch das Institut für Rechtsmedizin veröffentlicht werden.

Unterschiedliche Zahlen und Ursachen

Die Polizei hatte zuvor sogar von 18 toten Obdachlosen berichtet, was auf unterschiedliche Erfassungsmethoden zurückzuführen ist. Ein Sprecher der Sozialbehörde erklärte, dass die Polizei teilweise aktuellere Zahlen habe oder Personen einbeziehe, die nicht unter die offizielle Definition von Obdachlosigkeit fallen. Zudem seien Datendopplungen möglich. Derzeit arbeiten Sozialbehörde, Polizei und Staatsanwaltschaft daran, eine einheitliche Berichtsgrundlage zu schaffen.

Auswirkungen der Kältewelle

Die langanhaltende Kälte im Januar setzte vor allem langjährig obdachlosen Menschen zu, die oft in schlechter gesundheitlicher Verfassung sind. Ein tragisches Beispiel war der Fund eines toten Mannes vor einem Zelt auf einer Brücke zwischen Binnen- und Außenalster Mitte Januar. Laut einer Studie leben in Hamburg rund 3.800 obdachlose Menschen, was die Dringlichkeit von Hilfsmaßnahmen unterstreicht.

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Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) betonte die Notwendigkeit, die Situation kontinuierlich zu überwachen und die Unterstützungsangebote auszubauen. Die aktuellen Zahlen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen im Umgang mit Obdachlosigkeit und die Bedeutung von präventiven Maßnahmen in der kalten Jahreszeit.

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