Rekordzahl: 764.000 Rentner benötigen Grundsicherung in Deutschland
764.000 Rentner auf Grundsicherung - neuer Höchststand

Historischer Höchststand: 764.000 Rentner auf Grundsicherung angewiesen

Die Zahl der Rentner, die in Deutschland auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind, hat einen neuen Rekordwert erreicht. Ende des Jahres 2025 waren laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes insgesamt 764.000 Menschen im Rentenalter auf diese Sozialleistung angewiesen. Dies stellt den höchsten jemals verzeichneten Stand dar und markiert eine besorgniserregende Entwicklung im Bereich der Alterssicherung.

Gesamtzahl der Leistungsbezieher steigt weiter an

Insgesamt bezogen zum Stichtag 1,28 Millionen Menschen Grundsicherung im Alter oder aufgrund von Erwerbsminderung. Dies entspricht einem Anstieg von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert Ende 2024. Besonders alarmierend ist die Entwicklung bei den Rentnern: Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der älteren Menschen, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind, um 3,4 Prozent an.

Die Grundsicherung im Alter wird Rentnern gewährt, wenn ihr eigenes Einkommen unter einer bestimmten Grenze liegt und sie ihren Lebensunterhalt nicht ausreichend bestreiten können. Diese Sozialleistung soll ein menschenwürdiges Existenzminimum sicherstellen, doch die stetig wachsende Zahl der Bezieher deutet auf strukturelle Probleme im Rentensystem hin.

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Gegensätzlicher Trend bei Erwerbsgeminderten

Während die Zahl der rentenbezogenen Grundsicherungsempfänger deutlich zunimmt, zeigt sich bei den dauerhaft arbeitsunfähigen Personen ein gegenläufiger Trend. Hier ging die Zahl der Leistungsbezieher um 0,5 Prozent zurück und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Ende 2018. Diese Entwicklung könnte auf verbesserte Arbeitsmarktintegration oder veränderte Anerkennungspraktiken bei Erwerbsminderung hindeuten.

Ukrainische Geflüchtete tragen zum Gesamtanstieg bei

Ein weiterer bedeutender Faktor für den Gesamtanstieg der Grundsicherungsbezieher ist die Situation ukrainischer Geflüchteter. Ende 2025 erhielten 109.000 Menschen aus der Ukraine diese Leistung, was einem Zuwachs von 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Statistische Bundesamt weist jedoch darauf hin, dass sich dieser prozentuale Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verlangsamt hat.

Obwohl der Zuwachs bei ukrainischen Geflüchteten moderater ausfällt, trägt diese Gruppe aufgrund ihrer absoluten Größe weiterhin maßgeblich zur Gesamtentwicklung bei. Die Integration dieser Bevölkerungsgruppe in den Arbeitsmarkt und die soziale Sicherungssysteme bleibt eine zentrale Herausforderung für die deutsche Sozialpolitik.

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen die wachsende Herausforderung der Altersarmut in Deutschland und werfen Fragen zur langfristigen Tragfähigkeit des Rentensystems auf. Während bei einigen Gruppen positive Entwicklungen zu verzeichnen sind, zeigt der Rekordwert bei rentenbezogener Grundsicherung, dass für viele ältere Menschen die reguläre Rente nicht ausreicht, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

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