Prinzessin Eugenie verliert Schirmherrschaft bei Anti-Sklaverei-Organisation
Eugenie verliert Schirmherrschaft bei Anti-Sklaverei-Organisation

Prinzessin Eugenie verliert wichtige Rolle bei Anti-Sklaverei-Organisation

Die britische Prinzessin Eugenie, Tochter von Andrew Mountbatten-Windsor, hat nach sieben Jahren ihre Position als Schirmherrin der Hilfsorganisation Anti-Slavery International verloren. Dies berichten die renommierten britischen Zeitungen The Observer und The Guardian übereinstimmend. Das Profil der 35-Jährigen wurde von der Website der Organisation entfernt, wo sie zuvor als eine der führenden Persönlichkeiten im Kampf gegen moderne Sklaverei aufgeführt war.

Zeitpunkt fällt mit Epstein-Akten zusammen

Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der Millionen von Akten über den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht wurden. Diese Dokumente belasten auch Eugenies Vater, Andrew Mountbatten-Windsor, schwer. Dem ehemaligen Prinzen wurden bereits sein Titel und alle royalen Privilegien entzogen, nachdem Missbrauchsvorwürfe gegen ihn laut wurden. Mitte Februar wurde der 66-Jährige zudem wegen möglichen Fehlverhaltens in einem öffentlichen Amt kurzzeitig festgenommen. Mountbatten-Windsor bestreitet alle Vorwürfe vehement.

Auch Eugenies Mutter, Sarah Ferguson, soll nach Epsteins Verurteilung noch Kontakt zu dem Milliardär gehabt haben. Diese familiären Verbindungen werfen Fragen auf, ob sie Einfluss auf die personelle Veränderung bei Anti-Slavery International hatten.

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Organisation äußert sich diplomatisch

In einer offiziellen Stellungnahme, aus der The Observer zitiert, stellt die Organisation jedoch keinen direkten Bezug zur Causa Epstein her. „Nach sieben Jahren endet unsere Schirmherrschaft durch Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Eugenie von York“, heißt es darin. „Wir danken der Prinzessin herzlich für ihre Unterstützung von Anti-Slavery International und hoffen, dass sie sich weiterhin für die Abschaffung der Sklaverei einsetzt.“

Die Hilfsorganisation vermeidet damit jede Spekulation über die Gründe für das Ende der Zusammenarbeit. Ein klarer Zusammenhang zwischen den Vorwürfen gegen die Eltern der Prinzessin und ihrer entzogenen Schirmherrschaft bleibt somit unbestätigt.

Langjähriges Engagement gegen Sklaverei

Prinzessin Eugenie engagiert sich seit Jahren intensiv gegen moderne Sklaverei und Menschenhandel. Bereits 2017 gründete sie gemeinsam mit einer Freundin die Wohltätigkeitsorganisation Anti-Slavery Collective. In dieser Funktion organisierte sie zahlreiche Veranstaltungen, sprach bei Podiumsdiskussionen und setzte sich öffentlich für das Thema ein. Dabei wurde sie stets von ihrer Familie sowie von ihrem Ehemann Jack Brooksbank unterstützt.

Im Oktober 2019 wurde ihre Arbeit schließlich mit der Ernennung zur offiziellen Schirmherrin von Anti-Slavery International gewürdigt. Diese Position bekleidete sie bis zu dem nun bekannt gewordenen Rückzug.

Schweigen der Prinzessin

Prinzessin Eugenie, die neben ihrem philanthropischen Engagement auch als Direktorin für die Kunstgalerie Hauser & Wirth arbeitet und Mutter zweier Söhne ist, hat sich bislang nicht zum Ende ihrer Schirmherrschaft geäußert. Ebenso schweigt sie zu den schwerwiegenden Vorwürfen gegen ihre Eltern. Ihr Rückzug von der öffentlichen Rolle bei Anti-Slavery International markiert somit einen bedeutenden Wendepunkt in ihrem karitativen Wirken.

Die Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Turbulenzen innerhalb der britischen Monarchie, die durch die Verbindungen zu Jeffrey Epstein weiterhin unter Druck steht. Während die Organisation diplomatisch bleibt, bleiben die genauen Umstände von Eugenies Rücktritt im Dunkeln.

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