Freitag, der 13.: Mythos oder Realität? Die Wahrheit hinter dem Unglückstag
Freitag, der 13.: Die Wahrheit hinter dem Unglückstag

Freitag, der 13.: Ein Tag voller Mythen und Fakten

Heute ist nicht irgendein Freitag – es ist Freitag, der 13., ein Datum, das bei vielen Menschen Nervosität und Aberglauben auslöst. Einmal im Jahr, manchmal sogar dreimal, kehrt dieser angeblich unheilvolle Tag zurück. Doch was steckt wirklich hinter dem Mythos vom Unglückstag? BILD geht den wichtigsten Fragen auf den Grund und trennt Fakten von Fiktion.

Die historischen Wurzeln eines modernen Aberglaubens

Der Begriff Paraskavedekatriaphobie beschreibt die Angst vor Freitag, dem 13., doch die genaue Herkunft dieses Aberglaubens bleibt unklar. Historische Ereignisse liefern jedoch Hinweise auf die unheilvolle Bedeutung. Die Zahl 13 wird oft als Unglückszahl betrachtet, weil sie das perfekte Zwölfer-System durchbricht: Ein Tag hat zweimal zwölf Stunden, Jesus hatte zwölf Jünger, und ein Dutzend ist eine gängige Maßeinheit. Die 13 stört diese Ordnung und gilt daher als „böse“.

Der Freitag selbst trägt im Christentum eine traurige Bedeutung, da Jesus an einem Freitag gekreuzigt wurde. Der Karfreitag erinnert daran. Zwei Filme haben die Angst vor diesem Datum zusätzlich geschürt: In „Freitag, der 13.“ von Richard Oswald aus dem Jahr 1916 stirbt eine Familie an diesem Tag, und der gleichnamige Film von Erich Engels von 1949 verankerte den Unglückstag tiefer im kollektiven Gedächtnis. Interessanterweise ist diese Angst in Deutschland erst seit den 1950er-Jahren weit verbreitet, was zeigt, dass es sich um ein Phänomen der Neuzeit handelt.

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Statistische Entwarnung: Keine erhöhte Unfallgefahr

Viele Menschen fragen sich, ob an Freitagen, die auf den 13. fallen, tatsächlich mehr Unglücke passieren. Der ADAC gibt hier klare Entwarnung: Die Unfallstatistik zeigt, dass an solchen Tagen nicht mehr Unfälle geschehen als an anderen Freitagen. Tatsächlich gibt es sogar leicht weniger Unfälle, was böse Vorahnungen als völlig unbegründet entlarvt. Zahlreiche Studien bestätigen, dass der Aberglaube statistisch nicht haltbar ist.

Kulturelle Unterschiede: Nicht überall ist Freitag, der 13. ein Problem

Während in vielen westlichen Ländern Freitag, der 13. als Unglückstag gilt, sieht es in anderen Kulturen ganz anders aus:

  • In Spanien, Lateinamerika und Griechenland fürchten sich die Menschen vor einem Dienstag, der auf den 13. fällt.
  • In Italien hingegen löst der Freitag, der 17. Aberglaube und Nervosität aus.

Diese Unterschiede verdeutlichen, dass Aberglaube oft eine Frage der kulturellen Prägung ist. Was in einem Land als Unglück gilt, wird in einem anderen ignoriert. Dennoch bleibt die Faszination für Unglückstage wie den 13. Freitag ungebrochen und sorgt immer wieder für Gesprächsstoff.

Wie oft tritt Freitag, der 13. auf?

Im Jahr 2026 gibt es dreimal einen Freitag, der auf den 13. Tag des Monats fällt: am 13. Februar, März und November. Eine solche Häufung gab es zuletzt vor elf Jahren. Diese regelmäßige Wiederkehr zeigt, dass der Tag zwar selten, aber keineswegs einzigartig ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Freitag, der 13. mag zwar von Mythen und Aberglauben umgeben sein, doch statistisch und faktisch gibt es keinen Grund zur Sorge. Die Angst vor diesem Datum ist ein kulturelles Phänomen, das mehr mit Traditionen als mit realen Gefahren zu tun hat.

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