In einer Patchworkfamilie ist der Ex-Partner oft präsent, ohne physisch anwesend zu sein. Das kann bedrohlich wirken, zumal der Ex für die Kinder meist der wichtigere Elternteil bleibt. Doch mit zwei Grundsätzen wird der Umgang leichter, erklärt Patchworkberaterin Katharina Grünewald.
Der Ex ist nicht der Feind
Der erste Grundsatz lautet: Der Ex-Partner ist nicht Ihr Gegner. Halten Sie sich aus eventuellen Rosenkriegen heraus, rät die Psychologin. Offene Abwertungen oder Bündnisse mit den Kindern gegen den anderen Elternteil sind kontraproduktiv und gefährden die kindliche Entwicklung. Kinder könnten ihre Gefühle spalten und ihre Wut auf den neuen Partner entladen.
Respekt und Distanz wahren
Bleiben Sie dem Ex-Partner gegenüber stets distanziert und respektvoll. Überlassen Sie wichtige Entscheidungen und Erziehungsfragen den leiblichen Eltern. Machen Sie sich bewusst, dass der Weg zu einer harmonischen Patchworkfamilie Geduld und die Fähigkeit erfordert, Ablehnung auszuhalten, ohne sie persönlich zu nehmen.
Diese einfachen Regeln können den Alltag deutlich entspannen und Konflikte vermeiden. Indem Sie sich nicht in die Beziehung der Kinder zum anderen Elternteil einmischen, schaffen Sie Raum für eine positive Entwicklung der Patchworkfamilie.



