Landesgartenschau 2035 in Schwerin: Kosten von 80 Millionen Euro erwartet
80 Millionen Euro: So teuer wird die Landesgartenschau 2035

Die Landesgartenschau 2035 in Schwerin wird nach aktuellen Berechnungen der Stadtverwaltung rund 80 Millionen Euro kosten. Dies geht aus einer Projektskizze hervor, die am 28. April in den politischen Gremien der Landeshauptstadt vorgestellt wird. Zunächst befasst sich der Hauptausschuss mit dem Papier, bevor die Stadtvertretung bis zur Sommerpause eine Entscheidung treffen soll.

Drei große Ausstellungsflächen geplant

Die Projektskizze, erstellt vom Fachdienst für Stadtentwicklung und Stadtplanung, sieht Investitionskosten in Höhe von 73 Millionen Euro vor. Hinzu kommen rund 10 Millionen Euro für die Durchführung der Gartenschau. Der größte Posten ist mit 25 Millionen Euro die Sanierung der Halle des KIW „Vorwärts“. Die Konzeption basiert auf Ideen des Vereins Pro Schwerin und des Welterbe-Fördervereins, die eine Verbindung von Stadtentwicklung und Tourismusförderung rund um das Welterbe anstreben.

Die Landesgartenschau soll sich auf drei zentrale Ausstellungsflächen konzentrieren: das Gelände um den ehemaligen Güterbahnhof und das KIW „Vorwärts“, die Schwimmende Wiese und den Bertha-Klingberg-Platz sowie den ehemaligen Küchengarten am Franzosenweg. Darüber hinaus sollen Akzente in anderen Stadtteilen und im Umland gesetzt werden. Entlang der Fahrradroute „Blaue Acht“ sollen Standorte wie der Zippendorfer Strand, das Freilichtmuseum Mueß, Schloss und Landschaftspark Raben Steinfeld, die Seeufer von Leezen und Bad Kleinen, Schloss und Park Wiligrad, das Seeufer Wickendorf und das Nordufer des Lankower Sees zu einer „Grünen Acht“ verbunden werden. Die Veranstalter rechnen mit rund 440.000 Besuchern.

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Finanzierung durch Stadt und Land

Die Verwaltung plant, alle Ortsteilvertretungen in die Diskussion einzubeziehen, wie Vize-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum (CDU) betont. Ziel ist es, dass die Stadtvertretung die Projektskizze im Juni zur Kenntnis nimmt und die Unterzeichnung eines „Letter of Intent“ zwischen Stadt und Land beschließt. Diese Absichtserklärung würde den Bedarf an Fördermitteln seitens des Landes anerkennen und beide Seiten zur gemeinsamen Umsetzung verpflichten.

Bereits im Juli 2025 hatte das Kabinett von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) seine grundsätzliche Unterstützung für die Idee einer Landesgartenschau in Schwerin signalisiert. „Schwerin kann Stadtentwicklung und Gartenschau“, betonte Schwesig damals.

Machbarkeitsstudie als nächster Schritt

Mit der Zustimmung zur Projektskizze würden die Stadtvertreter den Oberbürgermeister beauftragen, eine Machbarkeitsstudie als Planungsleistung auszuschreiben. Die damit verbundenen Kosten sollen in den Haushalt 2027/28 eingebracht werden, wie es in der Beschlussvorlage heißt. Die Studie soll als Grundlage für die weiteren Planungen dienen und die Realisierbarkeit des Großprojekts prüfen.

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