Barer Straße in München: Kunstmeile und Lebensader zugleich
Barer Straße: Kunstmeile und Lebensader in München

Unweit vom Stachus, links von der Ottostraße weg, beginnt die Barer Straße – ja, die schreibt man tatsächlich in zwei Wörtern, auch wenn man es oft anders liest. Gleich am Anfang steht ein Denkmal von Franz Xaver Gabelsberger, der einst die Kurzschrift erfunden hatte. Wie mag es hier vor 150 Jahren ausgesehen haben? Eine Tram mit der Aufschrift „150 Jahre Tram München“ rumpelt vorbei Richtung Karolinenplatz. Ja, sicher gab es damals auch ein Leben vor dem Smartphone.

Ein Blumenmeer am Karolinenplatz

Von Weitem sieht man schon den Obelisken, der in der Mitte auf dem Platz steht und alles überragt. Kurz davor auf der linken Seite, in einem hübschen gelb-weißen Gebäude mit Holzfensterläden, befindet sich die Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie. Sie ist in einem ehemaligen Nebenhaus des nicht erhaltenen Palais Asbeck von 1809 untergebracht. Dann folgt Münchens schönster Kreisverkehr – der Karolinenplatz. Momentan ein reines Blumenmeer. Menschen sitzen auf dem Sockel in der Sonne und genießen den warmen Frühlingstag. Links geht es in die Brienner Straße, rechts reicht der Blick bis zum Königsplatz und Stiglmaierplatz.

Kunst und Leben auf der Barer Straße

Bald liegt zur Linken die HFF, die Hochschule für Fernsehen und Film. Ein Motorradfahrer saust vorbei. Ja, der Winter ist definitiv vorbei. Gegenüber liegt die große Wiese der Alten Pinakothek. Auf dieser möchte Bernhard Paul, Direktor vom Circus Roncalli, zum 50. Circus-Geburtstag gerne seine Zelte aufbauen – nah am ehemaligen Roncalliplatz. Ich bin gespannt, ob das klappt, und würde mich freuen. Gerade wird sie als Liegewiese genutzt. Viele Sonnenanbeter sitzen oder liegen auf Decken, Gruppen sind im Gespräch, auch Bücher werden gelesen. Jeder freut sich, dass der Frühling Einzug gehalten hat.

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Auf der anderen Straßenseite glänzt das Ufo „Futuro“, eine Kunstinstallation vor der Pinakothek der Moderne. An der Ecke Theresienstraße heißt die ehemalige Brasserie Tresznjewski jetzt „Die Kneipe 80“. Sie läuft sehr gut. An der Ecke Schellingstraße dann der legendäre Schellingsalon. Vorbei an Läden, Gastronomie und Hinterhöfen, zum Teil schön begrünt. Eine lebendige Straße, auf der alles in Bewegung ist.

Ende des Spaziergangs in Schwabing

Die Barer Straße mündet in die Nordendstraße. Das ist dann Schwabing und hier ist mein Spaziergang zu Ende. In diesem Sinne: eine schöne Woche!

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