Kann der „Bau-Turbo“ in Rostock wirklich etwas bewirken?
Bau-Turbo in Rostock: Chancen und Risiken

Ende letzten Jahres wurde auf Bundesebene der sogenannte „Bau-Turbo“ beschlossen. Nun soll am 4. Mai 2026 im Rostocker Rathaus diskutiert werden, wie dieses Gesetz in der Hansestadt wirken kann. Der 3. Rostocker Stadtdialog steht unter dem Motto „Zukunft gestalten: Bau-Turbo & Nachhaltigkeit“ und beginnt um 17 Uhr. Eingeladen sind Fachleute ebenso wie interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Was ist der „Bau-Turbo“?

Der „Bau-Turbo“ ist ein neuer Paragraph im Baugesetzbuch (§ 246e BauGB), der Städten und Gemeinden erlaubt, auf die Aufstellung oder Änderung eines Bebauungsplans zu verzichten. Ziel ist es, schneller mit dem Bauen beginnen zu können. Bislang vergehen oft mehrere Jahre, bis ein Bebauungsplan fertiggestellt ist. Die Städte können selbst entscheiden, in welchem Umfang sie dieses neue Instrument nutzen möchten.

Bereits in einer der letzten Bürgerschaftssitzungen des Jahres 2025 forderten Vertreter des Stadtparlaments, darunter Rainer Bauer (FDP), Robert Kröger (Die Linke) und Thoralf Sens (SPD), eine beschleunigte Umsetzung des „Bau-Turbos“. Der Antrag war ein deutliches Signal an die Verwaltung und zeigte den gemeinsamen politischen Willen, mehr bezahlbaren Wohnraum in kürzerer Zeit zu schaffen.

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Diskussion zwischen Klimaschutz und Bau-Turbo

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und beschleunigtem Bauen. Es soll beleuchtet werden, ob vereinfachte Prozesse und erhöhter Zeitdruck notwendige Innovationen fördern können oder ob diese Herangehensweisen mögliche Risiken für Bauqualität und nachhaltige Stadtentwicklung darstellen. Vertreter der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern, der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) sowie der Rostocker Stadtverwaltung werden ihre Perspektiven einbringen.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Rostocks Bausenatorin Dr. Ute Fischer-Gäde und Christoph Meyn, Präsident der Architektenkammer MV, sind vier Fachvorträge geplant. Diese sollen unterschiedliche Blickwinkel präsentieren. Im Anschluss daran wird in thematischen Panels weiterdiskutiert. Die Veranstaltung bietet zudem die Möglichkeit, während eines informellen Get-togethers Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen.

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich und kann per E-Mail an [email protected] erfolgen. Der Eintritt ist frei.

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