Die Bunsenstraße in Leuna ist in einem desolaten Zustand und soll daher ab 2027 grundhaft ausgebaut werden. Dies sieht der Investitionsplan der Stadt vor. Der Abschnitt zwischen der Walter-Bauer-Straße und dem Bayernring beziehungsweise der Wernergasse steht im Mittelpunkt der Maßnahme. Doch neben der dringend notwendigen Sanierung sorgt ein weiteres Thema für hitzige Diskussionen: Sollen künftig mehr Parkplätze geschaffen werden oder bleiben die bestehenden Grünflächen erhalten?
Sanierung der Fahrbahn und Gehwege
Der grundhafte Ausbau umfasst nicht nur die Fahrbahn, sondern auch die Gehwege und die Beleuchtung. Die Stadtverwaltung hat bereits erste Planungen vorgestellt, die eine Neuordnung des Straßenraums vorsehen. Dabei geht es um die Frage, wie der knappe Raum zwischen Fahrbahn, Gehwegen und Grünflächen optimal genutzt werden kann. Anwohner und Anlieger fordern seit Langem eine Verbesserung der Parksituation, da die Bunsenstraße stark von Pendlern und Bewohnern genutzt wird.
Mehr Parkplätze oder mehr Grün?
Die Stadtverwaltung hat mehrere Varianten geprüft. Eine Möglichkeit sieht vor, die vorhandenen Grünstreifen zu reduzieren, um zusätzliche Parkplätze zu schaffen. Eine andere Variante setzt auf den Erhalt der Grünflächen und eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Die endgültige Entscheidung soll nach einer Bürgerbeteiligung fallen. Die Anwohner sind gespalten: Während einige die Parksituation als unzureichend empfinden, legen andere Wert auf ein grünes Wohnumfeld.
Kosten und Zeitplan
Die Bauarbeiten sind für das Jahr 2027 geplant. Die Kosten werden auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt. Die Stadt hofft auf Fördermittel vom Land Sachsen-Anhalt. Die genaue Planung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Die Bauzeit wird voraussichtlich mehrere Monate betragen, während der es zu Verkehrseinschränkungen kommen wird.
Bürgerbeteiligung und nächste Schritte
Die Stadt Leuna lädt die Bürger zu einer Informationsveranstaltung ein, um die verschiedenen Planungsvarianten vorzustellen und zu diskutieren. Die Veranstaltung findet voraussichtlich im September 2026 statt. Die Anwohner können dann ihre Meinung äußern und Vorschläge einbringen. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat auf Grundlage der Bürgerbeteiligung und der technischen Machbarkeit.



