Dessau-Roßlau startet umfangreiche Bürgerbeteiligung für die Bundesgartenschau 2035
Die Stadtverwaltung Dessau-Roßlau hat in diesen Tagen einen besonderen Briefversand initiiert: 400 ausgewählte Einwohner der Doppelstadt erhalten persönliche Einladungen, um aktiv an der Vorbereitung der Bundesgartenschau 2035 mitzuwirken. Diese gezielte Ansprache markiert den Beginn einer umfassenden Bürgerbeteiligung, die das städtische Großprojekt von Grund auf mitgestalten soll.
Innovationswerkstätten als zentrales Beteiligungsformat
Die eingeladenen Dessau-Roßlauer werden konkret zur Teilnahme an speziellen Innovationswerkstätten aufgefordert, die in den kommenden Monaten stattfinden werden. Die Werkstatt-Termine sind für März, April und Juni 2026 geplant und sollen einen intensiven Austausch zwischen Bürgern, Stadtplanern und Fachleuten ermöglichen. In diesen Workshops werden innovative Konzepte und konkrete Ideen für die Gestaltung der Bundesgartenschau entwickelt.
Parallel zur persönlichen Einladung hat die Stadtverwaltung eine digitale Plattform unter www.werkraum-buga2035.de freigeschaltet. Diese Online-Plattform steht nicht nur den 400 direkt angeschriebenen Bürgern offen, sondern ermöglicht es allen interessierten Einwohnern, ihre Vorschläge und Ideen für die Buga 2035 einzubringen. Damit schafft die Stadt ein zweigleisiges Beteiligungssystem, das sowohl persönliche Workshops als auch digitale Einreichungen umfasst.
Warum die Bürgerbeteiligung so entscheidend ist
Die frühe und umfassende Einbindung der Bevölkerung in die Planungsphase der Bundesgartenschau verfolgt mehrere strategische Ziele:
- Die Identifikation der Bürger mit dem Großprojekt soll von Beginn an gestärkt werden
- Lokales Wissen und kreative Ideen aus der Bevölkerung fließen direkt in die Konzeption ein
- Potenzielle Konflikte und Bedenken können frühzeitig erkannt und adressiert werden
- Die Akzeptanz für die umfangreichen Veränderungen wird durch Mitgestaltung erhöht
Die Stadtverwaltung betont, dass die Mitsprache der Bürger nicht nur symbolisch, sondern substanziell gestaltet werden soll. Die in den Werkstätten entwickelten Konzepte werden in die offizielle Planung der Bundesgartenschau einfließen und damit direkten Einfluss auf die Ausgestaltung des Events nehmen.
Zeitplan und nächste Schritte
Nach dem aktuellen Zeitplan werden die ersten Innovationswerkstätten bereits im März 2026 starten. Die Auswahl der 400 angeschriebenen Bürger erfolgte nach einem repräsentativen Verfahren, das verschiedene Altersgruppen, Stadtteile und gesellschaftliche Hintergründe berücksichtigt. Für Bürger, die nicht persönlich eingeladen wurden, bleibt die Online-Plattform dauerhaft geöffnet, um Ideen einzureichen.
Die Bundesgartenschau 2035 in Dessau-Roßlau steht damit nicht nur im Zeichen innovativer Gartenbaukonzepte, sondern auch pionierhafter Bürgerbeteiligungsformate. Durch diese frühzeitige und intensive Einbindung der Bevölkerung setzt die Doppelstadt neue Maßstäbe in der partizipativen Stadtentwicklung.



