Bürgerprotest in Dessau: Über 1.600 Unterschriften für Nahversorger im Damaschkecenter
Die Nachricht hat viele Bewohner im Dessauer Süden aufgeschreckt: Der Nahversorger „nah & gut“ wird Ende Februar das Damaschkecenter verlassen. Dieser Schritt hat eine bemerkenswerte Bürgerinitiative ausgelöst, die nun für den Erhalt der lokalen Versorgung kämpft.
Stadtbezirksbeirat sammelt massiv Unterstützung
Unter der Führung von Rita Bahn-Kunze, der Vorsitzenden des Stadtbezirksbeirates Süd Haideburg, Törten, wurden in kürzester Zeit über 1.600 Unterschriften gesammelt. Das Ziel ist eindeutig: Die Bürger fordern, dass im Damaschkecenter schnellstmöglich ein neuer Nahversorger einzieht. „Wir brauchen einen Nahversorger im Damaschkecenter“, betont Bahn-Kunze und unterstreicht damit die Dringlichkeit der Situation für die Anwohner.
Standort von zentraler Bedeutung
Das Damaschkecenter befindet sich im Dessauer Süden im Bereich Damaschkestraße/Kreuzbergstraße und ist ein wichtiger Anlaufpunkt für die Nahversorgung in diesem Stadtteil. Der Verlust des Supermarkts würde viele Haushalte vor erhebliche logistische Herausforderungen stellen, insbesondere für ältere Menschen und Familien ohne Auto.
Welche Chancen gibt es für einen Nachfolger?
Die gesammelten Unterschriften sind ein starkes Signal an potenzielle Investoren und die Stadtverwaltung. Sie zeigen, dass hier eine kaufkräftige Nachfrage besteht. Mögliche Szenarien für die Zukunft des Standortes umfassen:
- Die Ansiedlung eines anderen Lebensmittelhändlers
- Die Erweiterung des Angebots um weitere Dienstleistungen
- Eine Kooperation zwischen Stadt und Privatwirtschaft
Die Initiative des Stadtbezirksbeirates macht deutlich, dass die Bürger von Dessau-Roßlau bereit sind, sich aktiv für ihre Infrastruktur einzusetzen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die gesammelten Unterschriften den gewünschten Erfolg bringen und das Damaschkecenter seine Rolle als wichtiger Nahversorger behalten kann.



