Dessau trotzt Rückschlägen: Stadtverwaltung sieht keine Nachteile nach Trains-Projekt-Aus
Die Stadt Dessau-Roßlau erlebt erhebliche Rückschläge im sogenannten Trains-Projekt. Das geplante Trains-Zentrum auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs wird nun doch nicht realisiert, und der Wasserstoffzug fährt künftig in Stendal statt in Dessau. Trotz dieser Entwicklungen zeigt sich die Stadtverwaltung zuversichtlich und sieht laut eigenen Angaben keine gravierenden Probleme oder Nachteile für den Standort.
Amtsleiter äußert sich im Bauausschuss
Carsten Reinsdorf, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung in Dessau, hat im Bauausschuss der vergangenen Woche vor den Stadträten einen Redebeitrag gehalten. Darin betonte er, dass die Stadtverwaltung trotz der Rückschläge im Trains-Projekt keinen Grund zur Sorge sehe. Reinsdorf wies darauf hin, dass man nicht befürchte, von anderen Standorten abgehängt zu werden, und verwies auf alternative Entwicklungsmöglichkeiten für das betroffene Gelände.
Kritik von Stadträten
Im Gegensatz zur optimistischen Haltung der Verwaltung äußerten Stadträte im Bauausschuss deutliche Kritik. Sie sehen in den Rückschlägen des Trains-Projekts eine verpasste Chance für die wirtschaftliche Entwicklung Dessaus. Die Verlagerung des Wasserstoffzugs nach Stendal wird insbesondere als symbolischer und wirtschaftlicher Verlust bewertet, der langfristige Auswirkungen auf die Attraktivität des Standorts haben könnte.
Hintergrund und Ausblick
Das Trains-Projekt war ursprünglich als wichtiger Baustein für die Modernisierung und wirtschaftliche Belebung Dessaus geplant. Mit dem Ausfall des Zentrums und der Verlagerung des Wasserstoffzugs stehen nun Fragen zur zukünftigen Nutzung des Geländes und zu alternativen Wirtschaftsförderungsmaßnahmen im Raum. Die Stadtverwaltung betont, dass man weiterhin an einer positiven Entwicklung arbeite und andere Projekte vorantreibe, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.



