Filmstadt-Träume in Loitz geplatzt: Stadt kündigt Mietvertrag für ambitioniertes Projekt
Die hochfliegenden Pläne für eine Filmstadt in Loitz sind offenbar endgültig gescheitert. Wie die Stadtverwaltung nun bestätigte, wurde der Mietvertrag mit der Firma PommernFilm für das Gelände der alten Loitzer Stärkefabrik fristgerecht gekündigt. Grund für diesen drastischen Schritt sei die Nichteinhaltung der vertraglichen Vereinbarungen durch das Unternehmen, das seit Februar 2023 ambitionierte Filmprojekte angekündigt, aber nie realisiert hatte.
Segler hoffen auf Rückkehr ins traditionelle Winterquartier
Die Kündigung könnte eine positive Wendung für die örtliche Seglergemeinschaft bedeuten. Seit April 2023 mussten Segel- und Motorbootbesitzer ihre Wasserfahrzeuge aus der Halle auf dem Fabrikgelände entfernen, da der Raum an PommernFilm vermietet wurde. Als provisorisches Ausweichquartier dient seitdem eine Halle auf dem Gelände des landwirtschaftlichen Betriebes Gut Loitz GmbH in der Drosedower Straße. Es besteht nun berechtigte Hoffnung, dass die Boote bald wieder in ihr angestammtes Winterquartier zurückkehren können, falls die Stadt eine neue Nutzung für die leerstehende Halle plant.
Bürgermeisterin äußert deutliche Enttäuschung über gescheitertes Vorhaben
Loitz' Bürgermeisterin Christin Witt zeigte sich in einem aktuellen Statement sichtlich enttäuscht über den Verlauf des Projekts. „Ich habe mehrfach den Kontakt zu allen beteiligten Akteuren gesucht und dem Ganzen jede erdenkliche Chance gegeben“, erklärte die Rathauschefin. Die fehlende Umsetzung der angekündigten Filmstadt-Pläne bezeichnete sie als herben Rückschlag für die Stadtentwicklung an diesem besonderen Standort. „Nicht immer, wenn man etwas wagt, gewinnt man auch. Das ist sehr schade“, resümierte Witt mit Bedauern.
Die genauen Details, welche vertraglichen Pflichten seitens PommernFilm nicht erfüllt wurden, wollte die Bürgermeisterin zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht öffentlich erläutern. Fest steht jedoch, dass auf dem Gelände der historischen Stärkefabrik weiterhin keine Aktivitäten zu verzeichnen sind – die Filmträume sind damit vorerst geplatzt, während die Segelsportfreunde auf eine Rückkehr in ihre traditionellen Räumlichkeiten hoffen dürfen.



