Umbau des Jahn-Sportparks: Mit 30 Minuten Verspätung erfolgte die Sprengung der Flutlichtmasten
Im Rahmen der umfassenden Umgestaltung des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks zu einem modernen Inklusiv-Sportpark sind heute zwei der vier monumentalen Flutlichtmasten kontrolliert gesprengt worden. Die Sprengung erfolgte mit etwa 30 Minuten Verzögerung gegenüber dem ursprünglich geplanten Zeitplan, verlief dann jedoch reibungslos und nach allen Sicherheitsvorkehrungen.
Geplante Sprengung unter strengen Sicherheitsmaßnahmen
Um 11.30 Uhr fielen die beiden jeweils etwa 39 Tonnen schweren Lichttürme nach zwei kurzen Detonationen kurz hintereinander auf das Spielfeld. Zuvor waren zwei Warntöne ertönt, die nicht nur als Signal für die unmittelbar bevorstehende Sprengung dienten, sondern auch dazu beitrugen, Vögel aus dem Gefahrenbereich zu vertreiben.
Die Sicherheitsvorkehrungen waren umfangreich: Ein großräumiger Sicherheitskreis wurde mittels Absperrgitter um den Sprengort eingerichtet, der auch Teile des angrenzenden Mauerparks und die Max-Schmeling-Halle umfasste. Anwohner waren im Vorfeld durch entsprechende Aushänge über die Maßnahme informiert worden und konnten während der Sprengung in ihren Wohnungen bleiben.
Zwei Masten bleiben als identitätsstiftende Elemente erhalten
Während die beiden östlichen Flutlichtmasten der Sprengung zum Opfer fielen, werden die beiden verbleibenden Masten aus denkmalpflegerischen Gründen erhalten bleiben. Diese haben eine besondere identitätsstiftende Funktion für das Stadion, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mitteilte.
Allerdings werden diese Masten künftig nicht mehr in Betrieb genommen, da ihre Lichttechnik nicht mehr den Anforderungen moderner Sportereignisse entspricht. Bereits als Viktoria Berlin in der Saison 2021/2022 seine Drittliga-Spiele im Jahnstadion austrug, musste der Verein zusätzliche Lichtquellen anschaffen, um die notwendige Beleuchtung für die Heimspiele gewährleisten zu können.
Umbau zu einem inklusiven Sportpark mit neuem Stadion
Der Jahn-Sportpark wird derzeit zu einem barrierefreien und inklusiven Sportpark umgebaut. Als erster Schritt dieses ambitionierten Projekts soll ein komplett neues Stadion für etwa 20.000 Zuschauer entstehen. Die heutige Sprengung der Flutlichtmasten markiert einen wichtigen Meilenstein in diesem Transformationsprozess.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hatte bereits zuvor detaillierte Pläne für den Umbau vorgestellt, der den Sportpark nicht nur modernisieren, sondern auch für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zugänglicher machen soll. Der Erhalt der beiden verbleibenden Flutlichtmasten als architektonische Zeugen der Vergangenheit soll dabei die Verbindung zwischen Tradition und Moderne symbolisieren.



