Öffentliche Toiletten in Köthen: Partnerstadt Lüneburg als Vorbild
Köthen plant Lösung für Toiletten-Notstand

Der seit vielen Jahren regelmäßig beklagte Mangel an öffentlichen Toiletten in Köthen könnte in naher Zukunft endlich beseitigt werden. Im Hauptausschuss des Stadtrates wurde kürzlich darüber diskutiert, eine Idee aus Köthens Partnerstadt Lüneburg zu übernehmen. Der Citymanager hatte angeregt, dieses Konzept zu prüfen, das dort bereits 2024 erfolgreich umgesetzt wurde.

Das Problem: Vandalismus und Schließungen

Die öffentliche Toilette in der Ritterstraße in Köthen ist aktuell wieder einmal geschlossen. Grund dafür ist Vandalismus an der Elektrik und den Türen. Dies ist kein Einzelfall: Immer wieder müssen Toiletten aufgrund von Beschädigungen oder Verschmutzungen gesperrt werden. Die Stadtverwaltung sucht daher nach einer nachhaltigen Lösung, die sowohl kosteneffizient als auch widerstandsfähig ist.

Das Vorbild aus Lüneburg

In Lüneburg wurde ein Modell eingeführt, bei dem öffentliche Toiletten von einem privaten Betreiber instand gehalten werden. Die Stadt zahlt eine monatliche Pauschale, während der Betreiber für Sauberkeit und Reparaturen verantwortlich ist. Zudem werden die Toiletten mit moderner Technik ausgestattet, die Vandalismus erschwert. Dieses System hat sich in Lüneburg bewährt und könnte auch in Köthen funktionieren.

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Kosten und Finanzierung

Die genauen Kosten für eine solche Lösung sind noch nicht beziffert, aber erste Schätzungen gehen von einer monatlichen Summe im niedrigen vierstelligen Bereich pro Toilette aus. Der Citymanager betont, dass dies langfristig günstiger sei als die ständigen Reparaturen und Reinigungen durch die Stadt. Die Finanzierung könnte über den städtischen Haushalt oder durch Sponsoring erfolgen.

Reaktionen aus dem Stadtrat

Die Stadträte zeigten sich in der Diskussion grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber der Idee. Einige äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich der langfristigen Vertragsbindung und der Abhängigkeit von einem privaten Anbieter. Andere lobten die Innovation und forderten eine zeitnahe Umsetzung. Ein Beschluss wurde noch nicht gefasst; die Verwaltung soll nun ein konkretes Konzept erarbeiten.

Die Stadt Köthen hofft, mit diesem Schritt die seit Jahren beklagte Toilettennot zu lindern und den Bürgern sowie Besuchern wieder saubere und funktionierende öffentliche Sanitäranlagen bieten zu können.

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