Rostock: Neue Brücke am Kanonsberg errichtet, doch Vandalismus und Verzögerungen trüben das Bild
Neue Brücke in Rostock: Fertigstellung verzögert, Kanonen beschmiert

Rostock: Neue Brücke am Kanonsberg nach Verzögerungen installiert

Die historische Brücke am Kanonsberg in Rostock hat nach über 160 Jahren Dienstzeit einen komplett neuen Stahlüberbau erhalten. Die Bauarbeiten, die im April 2025 begannen, sollten ursprünglich bereits im Mai dieses Jahres abgeschlossen sein, doch die Fertigstellung verzögert sich nun bis Anfang Juli. Grund dafür waren laut Stadtverwaltung die winterlichen Temperaturen, die über zwei Monate hinweg witterungsabhängige Arbeiten unmöglich machten.

Baufortschritt und aktuelle Arbeiten

Am 17. April konnte der runderneuerte Stahlüberbau mittels Autokran auf die neu hergestellten Unterbauten gesetzt werden. Die Pfeiler und Widerlager aus dem Jahr 1860 waren komplett marode geworden und mussten ersetzt werden. Aktuell laufen noch Pflasterarbeiten, die Entwässerung wird installiert und Winkelstützen für die Treppenanlage am südlichen Brückenwiderlager werden montiert.

In den kommenden Wochen folgen noch der Anschluss der Brücke an den Wall, die Montage neuer Geländer sowie die Profilierung der Böschungen. Das Tiefbauamt betont, dass alle Arbeiten im vorgegebenen Kostenrahmen von 1,35 Millionen Euro bleiben, die von der Greifswalder ASA-Bau GmbH ausgeführt werden.

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Beliebte Sehenswürdigkeit mit historischem Hintergrund

Das Areal um den Kanonsberg ist nicht nur eine beliebte Ecke für Rostocker und Besucher mit Blick auf den Stadthafen und die Baustelle des neuen Volkstheaters, sondern hat auch historische Bedeutung. Früher war das Gelände ein wichtiger Teil der Stadtbefestigung und diente der Sicherung des Hafens. Die dort aufgestellten Kanonen erinnern noch heute an diese Zeit.

Doch genau diese historischen Kanonen sind aktuell mit Schmierereien verunstaltet. Ob diese bis zur offiziellen Eröffnung der Brücke beseitigt werden, ist noch unklar. Die Stadtverwaltung hat dazu bisher keine konkreten Aussagen gemacht.

Rücksicht auf Fledermäuse

Bei den Bauarbeiten wurde auch Rücksicht auf die tierischen Bewohner des Areals genommen. Fledermäuse fühlen sich in der Gegend heimisch, weshalb dort ursprünglich 16 Fledermauskästen angebracht waren. Ein Teil dieser Kästen soll wieder montiert werden, sobald die Brückenarbeiten abgeschlossen sind.

Die Eröffnung der Brücke soll direkt nach Fertigstellung aller Baumaßnahmen erfolgen. Bis dahin bleibt das Areal eine Baustelle, auf der neben den Brückenarbeiten auch Vermessungsarbeiten durchgeführt werden und Bagger in der Nähe der Volkstheater-Baustelle im Einsatz sind.

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