Die Nachfrage nach Plätzen für die Obhut von Kindern und Jugendlichen in akuten Krisensituationen ist in München stark gestiegen. Als Reaktion darauf hat der städtische Träger und Jugendhilfebund „Just M“ in der Maxvorstadt eine neue Schutzstelle mit sechs Plätzen für junge Menschen im Alter von 13 bis 17 Jahren eröffnet.
Hintergrund der neuen Einrichtung
Mit dem Angebot reagiere man auf veränderte Anforderungen und Bedürfnisse, teilte die Stadt mit. Da die „Ankommenszahlen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“ rückläufig seien, werden die vorhandenen Ressourcen neu ausgerichtet. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach Plätzen für die Obhut von Kindern und Jugendlichen in akuten Krisensituationen gestiegen.
Aussagen der Bürgermeisterin
„Ziel ist es, die Mittel dort einzusetzen, wo sie aktuell benötigt werden, und den Schutz sowie die Unterstützung von jungen Menschen in schwierigen Lebenslagen weiter zu stärken“, sagte Bürgermeisterin Verena Dietl. Die neue Schutzstelle biete jungen Menschen in belasteten Lebenssituationen nicht nur Schutz und Sicherheit. „Durch eine traumapädagogische Ausrichtung der Arbeit in der Schutzstelle soll ihnen Stabilität, Orientierung und neue Zuversicht vermittelt werden“, ergänzte Dietl.
Konzept von „Just M“
„Just M“ will Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Zuhause in kleinen dezentralen Wohneinheiten in einem nachbarschaftlichen Umfeld geben. Auf der Website des städtischen Trägers heißt es: „Wir übernehmen Verantwortung für junge Menschen und ermöglichen ihnen auch dann eine Perspektive, wenn sie anderswo keinen Platz mehr finden. Wir sind offen gegenüber jeglicher Nationalität, Religiosität, geschlechtlicher Ausrichtung und sexueller Orientierung.“ Die Einrichtung wurde 1970 als Jugendheim Pasing in Betrieb genommen.



