Neues Führungstrio bei Münchner Wohnen: Chaos beendet?
Neues Führungstrio bei Münchner Wohnen vorgestellt

Neues Führungstrio bei Münchner Wohnen: Ende des Chaos?

In den vergangenen Monaten geriet die städtische Wohnungsbaugesellschaft "Münchner Wohnen" immer wieder in die Schlagzeilen. Grund waren Personalabgänge, falsche Abrechnungen und andere Probleme. Jetzt hat sich das neue Chef-Trio vorgestellt, das die Geschicke der größten Vermieterin Münchens lenken soll.

Präsentation im Neuen Rathaus

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) präsentierte am Donnerstagvormittag die neuen Geschäftsführer Jörg Franzen und Gabriele Meier. Franzen übernimmt den Vorsitz der Geschäftsführung, während Meier als Technische Geschäftsführerin für Neubau und Sanierung verantwortlich ist. Christian Müller bleibt als Operativer Geschäftsführer für den Kontakt zu den Mietern zuständig. Franzen und Meier haben zuvor für verschiedene landeseigene Wohnungsbaugesellschaften in Berlin gearbeitet.

Herausforderungen für die neue Führung

Münchner Wohnen verwaltet rund 70.000 Wohnungen und ist mit 150.000 Mietern und 1.200 Mitarbeitern ein bedeutender Akteur in der Stadt. In den letzten Monaten fehlte jedoch eine vollständige Geschäftsführung, nachdem mehrere Chefs das Unternehmen verlassen hatten – einer sogar nach nur vier Wochen. Neben Personalproblemen sorgten auch falsche Abrechnungen, kaputte Aufzüge, brachliegende Grundstücke und Lärmbeschwerden über eine Ferienwohnung für negative Schlagzeilen.

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Ziele und Kritik

Oberbürgermeister Reiter äußerte sich kritisch zur Berichterstattung und wies darauf hin, dass über den Verkauf von 30.000 Wohnungen durch Finanzminister Markus Söder (CSU) weniger berichtet worden sei. Franzen kündigte an, an der "Außenwahrnehmung" zu arbeiten und die Baukosten zu senken. Aktuell baut Münchner Wohnen für 6.000 Euro pro Quadratmeter, während in Berlin landeseigene Gesellschaften etwa 3.500 Euro erreichen. Reiter strebt eine Senkung der Baukosten um ein Drittel an, unter anderem durch serielles Bauen und weniger Wettbewerbe.

Mietenstopp und Zukunft

Auf die Frage nach dem seit 2019 geltenden Mietenstopp für städtische Wohnungen antwortete Reiter, dass die Entscheidung beim Stadtrat liege und bis Ende 2026 gilt. Eine Verlängerung hänge vom Haushalt ab. Das neue Führungsteam betonte das Ziel, unabhängiger von Förderungen des Bundes und des Freistaats zu werden, da diese Mittel zurückgehen.

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