Parkplatz-Ärger in Breese: Eisdiele und Spielplatz werden geschützt
Parkplatz-Ärger in Breese: Eisdiele und Spielplatz geschützt

Der Bürgerausschuss der Gemeinde Breese hat sich zum Ziel gesetzt, zwei Bäume zu retten. Konkret geht es um einen Baum an der Eisdiele und einen weiteren am Spielplatz in Klein Breese. Beide Bäume werden von Autofahrern regelmäßig umfahren, was zu unerwünschten Fahrspuren und Schäden geführt hat. Die Parksituation an diesen Orten wird seit Jahren von Anwohnern kritisiert, und nun soll endlich eine Lösung her.

Problem seit Jahren bei Bürgerrundgängen angesprochen

Die Vorsitzende des Bürgerausschusses, Kathrin Lockenvitz, berichtet, dass das Thema bei Bürgerrundgängen immer wieder angesprochen wurde. „Wir sind in den vergangenen Jahren bei Bürgerrundgängen immer wieder angesprochen worden, dass sich das doch ändern sollte“, so Lockenvitz. Sie erklärte, dass die Schotterflächen aktuell als Parkplätze genutzt werden, was nicht vorgesehen sei.

An der Eisdiele am Sportplatz Breese an der Landesstraße ist die Situation besonders. Das gesamte Gebiet ist eine aufgeschüttete Fläche, bei der Recyclingmaterial als Unterboden verwendet wurde. Am Zaun entlang gibt es etliche Parkplätze, doch nur wenige Meter entfernt steht ein Bäumchen, das von Autofahrern gerne umfahren wird, um auf den Parkplatz zu gelangen oder sogar auf der Schotterfläche zu parken.

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Recycling hat sich ausgefahren

Das Recyclingmaterial hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter ausgefahren. Der Eisdielenbesitzer hat die Spurrillen bereits von seiner Seite mit Schotter aufgefüllt, wie Breeses Bürgermeister Fabien Wiesemann erklärt. Doch dem Bürgerausschuss reicht das nicht. Das Bäumchen müsse geschützt werden.

Mit Mutterboden auffüllen und Rasen säen

Geplant ist, zeitnah auf der Schotterschicht Mutterboden aufzutragen. Bauhofchef Ingo Lobenstein wird diese Aufgabe übernehmen. Auf dem Mutterboden soll dann Rasen gesät werden. Damit die Aktion jedoch sinnvoll ist, muss die Fläche geschützt werden, sonst wird der Mutterboden sofort wieder platt gefahren. „Der Eigentümer war nicht so begeistert, hat sich aber bereit erklärt, zwei Findlinge dort in dem Bereich aufzustellen“, berichtet Wiesemann.

Im Bürgerausschuss wurde betont, dass genug Fläche für die Zufahrt zu den Parkplätzen und zum Rangieren vorhanden sei. Den Ausschussmitgliedern gehe es darum, gemeinsam eine Lösung zu finden, ohne dass der Eisdielenbesitzer Nachteile erleidet. Gleichzeitig solle der Schandfleck beseitigt und das Areal ansprechend gestaltet werden.

In Klein Breese soll der Spielplatz geschützt werden

Ein ähnliches Problem besteht in Klein Breese am Spielplatz, wo zwei ausgewachsene Eichen umfahren werden. Allerdings gibt es dort kaum Rangiermöglichkeiten, wie Ausschussmitglied Sven Küchler erklärte. Die Zufahrt zum Spielplatz ist zugleich die Zufahrt zur Physiotherapiepraxis Stephanie Steiner, die vor dem Haus eigene Parkplätze hat.

In Klein Breese will man nicht das Umfahren der Eichen verhindern, sondern vielmehr die Autofahrer vom Spielplatz fernhalten. Wie Lockenvitz darstellt, wird auch über die Spielplatzfläche gefahren. Diese solle nun geschützt werden.

Zaun oder Pflanzen als Lösung

Der Bürgermeister will sich die Situation vor Ort mit dem Bauhofchef ansehen und mögliche Maßnahmen ausloten. „Vielleicht wäre ein kleiner Zaun mit Pfählen und Stricken dazwischen ausreichend“, sagt Lockenvitz. Allerdings müsse die Gemeinde die Kosten tragen, wenn die Seile durchgeschnitten werden. Eine Lösung müsse her.

Ein weiteres Problem ist die über die Jahre entstandene Spurrinne direkt am Spielplatz hoch zur Perleberger Straße. „Viele Autofahrer nutzen sie als Abkürzung, nur um 300 Meter zu sparen“, erklärt Wiesemann. Auch hier werde er mit Ingo Lobenstein nach einer Lösung suchen, vielleicht reichten Pflanzen. „Ich bin kein Freund davon, überall gleich einen Zaun hinzustellen“, so der Bürgermeister.

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