Penzlin strebt Verlängerung der Städtebauförderung an
Die Stadt Penzlin setzt sich dafür ein, noch länger von der Städtebauförderung zu profitieren. Seit Anfang der 1990er Jahre erhält die Kommune bereits Mittel aus diesem Programm, das darauf abzielt, Innenstädte zu erhalten und attraktiver zu gestalten. Ähnlich wie die Nachbarstadt Neustrelitz möchte Penzlin die Förderung nun bis mindestens Ende 2028 fortsetzen. Die Stadtvertretung hat bereits einstimmig der Fortschreibung des dafür notwendigen Rahmenplans zugestimmt, der als Grundlage für weitere Sanierungsmaßnahmen im Stadtgebiet dient.
Ambitionierte Projekte in der Warteschlange
Für die kommenden Jahre hat Penzlin konkrete Vorhaben auf der Agenda. Ein zentrales Projekt ist die Errichtung eines Bolzplatzes auf dem Gelände der örtlichen Schule. Bürgermeister Sven Flechner, der parteilos amtiert, hat dieses Vorhaben bereits mehrfach öffentlich thematisiert. Der Platz soll nicht nur während der Schulzeit, sondern auch in der Freizeit für alle Kinder zugänglich sein und damit einen wichtigen Beitrag zur Freizeitgestaltung leisten.
Darüber hinaus plant die Stadt, die Turmstraße 37 und die Speckstraße 10 als sogenannte Pocket Gärten zu gestalten. Dabei handelt es sich um sehr kleine, aber feine Grünflächen in städtischen Freiräumen, die das Stadtbild aufwerten und Aufenthaltsqualität bieten sollen. Susann Milatz vom Büro milatz.schmidt architekten gmbh, die für die Fortschreibung des Rahmenplans verantwortlich ist, sieht weiteren Handlungsbedarf. Sie betont, dass es weitere Freiflächen gibt, für die eine geeignete Nutzung gefunden werden müsse.
Sicherheit und Infrastruktur im Fokus
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Verbesserung der Sicherheit im öffentlichen Raum. Susann Milatz weist darauf hin, dass sich die Stadt auch um den ruhenden Verkehr kümmern müsse. Konkret schlägt sie eine bessere Beleuchtung am Parkplatz Beyerplatz vor, um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen. „Auch ich selbst würde mich abends dort nicht sehr wohlfühlen“, räumt die Architektin ein. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, dass sich Bürgerinnen und Bürger auch in den Abendstunden sicher und willkommen fühlen.
Optimistische Aussichten auf Verlängerung
Eigentlich wäre das Städtebauförderprogramm für Penzlin in diesem Jahr ausgelaufen. Doch die Stadt hat beim Land Mecklenburg-Vorpommern eine Verlängerung um ein bis zwei Jahre beantragt. Bürgermeister Sven Flechner zeigt sich vorerst zuversichtlich: „Im Moment bin ich noch optimistisch. Bislang hat es noch keine Ablehnung vom Bauministerium gegeben.“ Die Hoffnung ist groß, dass die bewährte Förderung fortgesetzt werden kann, um die geplanten Projekte erfolgreich umzusetzen und Penzlin weiter zu verschönern.
Die Städtebauförderung hat sich in der Region seit mehr als 35 Jahren als wertvolles Instrument erwiesen, um städtische Räume zu revitalisieren. Penzlin möchte diese Erfolgsgeschichte fortschreiben und setzt dabei auf eine Mischung aus sportlicher Infrastruktur, grünen Oasen und verbesserter Sicherheit. Die Entscheidung des Landes wird mit Spannung erwartet, denn sie wird maßgeblich darüber entscheiden, wie schnell die ambitionierten Pläne Realität werden können.



