Grüne Stadtmöbel in Schwerin: Von der Sitzbank zum Naschgarten
Die innovativen grünen Stadtmöbel in der Schweriner Innenstadt haben sich zu einem echten Erfolgsprojekt entwickelt. Nachdem die ersten Module im vergangenen Jahr getestet wurden, zieht die Stadtverwaltung nun eine durchweg positive Bilanz und plant bereits die Ausweitung des Konzepts.
Bürgerideen werden Wirklichkeit
Die Idee für diese besonderen Treffpunkte entstand bereits im Jahr 2024, als sich mehr als 400 Schweriner Bürgerinnen und Bürger an einer umfangreichen Befragung beteiligten. In dieser Bürgerumfrage ging es konkret um die Gestaltung neuer Sitzgelegenheiten für die Innenstadt. Neben zahlreichen Gestaltungsvorschlägen kamen dabei auch kreative Namen wie „Nasch-Bank“, „Snackinsel“ oder „Couch-Salat“ zusammen, die den spielerischen Charakter des Projekts unterstreichen.
Im Frühjahr 2025 wurden dann die ersten Stadtmöbel in der Buschstraße realisiert. Die modular aufgebauten Sitzgelegenheiten verbinden komfortable Aufenthaltsflächen mit attraktiv bepflanzten Hochbeeten. Diese enthalten verschiedene Kräuter, frischen Salat oder saisonale Beeren, die nicht nur für mehr urbanes Grün sorgen, sondern Passanten auch zum direkten Naschen einladen.
Positive Resonanz und keine Vandalismusschäden
„Wir überlegen intensiv, wo man diese innovativen Möbel noch in der Innenstadt aufbauen kann“, erklärt Citymanager Stefan Purtz. Besonders erfreulich sei die außerordentlich gute Annahme durch die Bevölkerung. Die neuen Sitzgelegenheiten werden rege genutzt, und bislang sind keinerlei Beschädigungen oder Vandalismusvorfälle gemeldet worden. Dies unterstreicht die hohe Wertschätzung der Bürger für dieses Projekt.
Entwickelt wurde das ganzheitliche Konzept in einer Kooperation zwischen dem Rostocker Designbüro Fint Kollektiv, dem engagierten Verein „Essbares Schwerin“ sowie weiteren lokalen Partnern. Das primäre Ziel bestand darin, ausgewählte Orte in der Innenstadt deutlich aufzuwerten und gleichzeitig neue, lebendige Treffpunkte für alle Generationen zu schaffen.
Weitere Standorte in der Diskussion
Da sich das Projekt in der Praxis bewährt hat, prüft die Stadtverwaltung aktuell mehrere weitere mögliche Standorte für die grünen Stadtmöbel. Neben dem zentralen Marktplatz waren bereits früh auch Bereiche der belebten Mecklenburgstraße, der historische Alte Stadthafen sowie Abschnitte der Puschkinstraße im Gespräch. Diese Erweiterung würde das Konzept der essbaren Stadt weiter festigen und noch mehr Grünflächen in das städtische Leben integrieren.
Die grünen Sitzinseln verändern bereits jetzt spürbar den Alltag in der Schweriner Innenstadt. Sie bieten nicht nur praktische Sitzmöglichkeiten, sondern fördern auch das soziale Miteinander und schaffen eine angenehmere Aufenthaltsqualität. Mit der geplanten Ausweitung könnte dieses innovative Stadtmöbel-Konzept bald weitere Plätze in der Landeshauptstadt erobern und damit die urbane Lebensqualität nachhaltig verbessern.



