Seyda: Junger Unternehmer plant Konsum-Revival mit Genossenschaft und Eiscafé
Seyda: Konsum-Revival mit Genossenschaft und Eiscafé geplant

Seyda: Überraschungspläne für den alten Konsum am Markt

In einer Einwohnerversammlung in Seyda hat der junge Unternehmer Nico Dorbrietz die Gemeinde mit seinen Visionen für das leerstehende Konsum-Gebäude am Markt überrascht. Der 39-jährige Handwerksmeister für Elektrotechnik, der seit fünf Jahren ein eigenes Unternehmen im Ort führt, hat das Grundstück erworben und stellte nun detaillierte Nutzungsideen vor, die auf breite Zustimmung stießen.

Von leerstehendem Objekt zum 24-Stunden-Konsum

Dorbrietz, der aus seinem Elternhaus oft auf den vernachlässigten Bau geschaut hat, erklärte: „Da muss man doch was draus machen.“ Sein Hauptziel ist die Wiedereröffnung eines Konsums, also einer Einkaufsmöglichkeit für alle Bewohner, die rund um die Uhr geöffnet sein soll. Tagsüber soll Personal den Laden betreuen, in den Nachtstunden ist ein app-gesteuertes Zutrittssystem mit möglicher Gesichtserkennung geplant. „Ganz einfach in Jogginghose ohne Handy kurz rein, Gesicht scannen, einkaufen und wieder raus“, beschreibt er das Konzept, das an Systeme wie Tante Enso erinnert.

Genossenschaftsmodell für Gemeinschaftsgefühl

Um die Finanzierung und Nachhaltigkeit zu sichern, plant Dorbrietz die Gründung einer „Seydaer Konsumgenossenschaft“. „Denn ihr habt alle was davon. Damit wisst ihr, hey, das ist ein Stück von mir, das ist unser Konsum“, betonte er. Diese Idee wurde vom Publikum mit spontanen Zustimmungsrufen quittiert. Unterstützung erhält er dabei vom früheren Ortsteilbeiratsvorsitzenden Matthias Wegener, der nun im Stadtrat sitzt.

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Eiscafé und Sitzflächen als sozialer Treffpunkt

Neben dem Konsum sieht Dorbrietz im rechten Gebäudeteil ein Eiscafé vor. Der bisher verwilderte Hof soll in Sitzflächen umgestaltet werden, möglicherweise ergänzt durch zusätzliche Sitzgelegenheiten auf dem Marktplatz in Absprache mit der Stadtverwaltung. „Es soll ein Treffpunkt werden für alle. Ihr müsst nicht Eis essen oder Kaffee trinken, ihr könnt auch einfach nur dort sitzen“, lud er die Seydaer ein. Er ermutigte die Einwohner, bei geöffneter Tür vorbeizuschauen, wo entweder er oder sein Vater anzutreffen sein werden.

Sanierungsbedarf und weitere Nutzungsmöglichkeiten

Dorbrietz machte jedoch deutlich, dass die Sanierung des komplett renovierungsbedürftigen Objekts Zeit braucht und nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Interessant sind auch die hinteren Nebengebäude, darunter eine ehemalige Gaststätte, die als Sporthalle genutzt wurde. Über den Heimatverein sollen hierzu weitere Informationen folgen. Die Ortsteilbeiratsvorsitzende Jana Dalichow, die Dorbrietz zur Vorstellung eingeladen hatte, verfolgte die Darstellungen mit Interesse.

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