Stadtspaziergänger Sigi Müller: Ein vorfrühlingshafter Rundgang durch München
Sigi Müller: Vorfrühlingsspaziergang in München

Stadtspaziergänger Sigi Müller: Vorfreude auf den Frühling in München

Der Stadtspaziergänger Sigi Müller nimmt uns mit auf einen vorfrühlingshaften Rundgang an der Münchner Residenz. Obwohl der Februar noch winterliche Temperaturen mit sich bringt, spürt man bereits einen Hauch von Frühling in der Luft. Die Sonne geht mittlerweile über eine halbe Stunde früher auf und entsprechend später unter – ein deutliches Zeichen, dass wir uns auf dem Weg zu wärmeren Tagen befinden.

Lebendige Plätze und erste Sonnenanbeter

Bei seinem Spaziergang vor einigen Tagen bemerkte Sigi Müller deutlich, wie sehr es die Menschen bereits ins Freie drängte. Vor der Oper herrschte reges Treiben, und der kürzlich abgeschlossene Umbau hat sich sichtlich gelohnt. „Schön ist’s geworden und die neuen Sitzgelegenheiten werden gut angenommen“, stellt Müller fest. Endlich sei dort ein ansprechender Platz entstanden, der nicht mehr nur als Parkplatz für bunte Touristenbusse aus halb Europa dient. Die Hoffnung auf einen mobilen Kaffeestand schwingt mit, auch wenn noch nichts Konkretes bekannt ist.

Die lange Steinbank an der Residenz erweist sich als einer der besten Plätze in der Stadt für Sonnenanbeter. Fast alle Plätze waren besetzt, als Müller vorbeikam. Um den Platz zu fotografieren, musste er eine Treppe an der Oper hinaufsteigen und eine Stromleitung unterqueren, die voll besetzt mit Tauben war. Der Boden war übersät mit deren Hinterlassenschaften, doch Müller schaffte es unversehrt auf die andere Seite. Dort beobachtete er zwei junge Frauen, die ein kleines Fotoshooting an den Säulen veranstalteten.

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Überraschung durch Filmdreh und musikalische Klänge

Ein Stück weiter, vorm Eingang zum Hofgarten, erfüllten südamerikanische Klänge einer Panflöte die Luft. Zwei Musiker in bunten Kostümen, einer mit einer Federhaube mit langen Federn auf dem Kopf, sorgten für eine fröhliche Atmosphäre, die zum Zuhören einlud. Doch die größte Überraschung erwartete Müller in der Theatinerstraße Richtung Marienplatz: Plötzlich wurde alles in Rauch gehüllt.

In der gesperrten Residenzstraße fand ein Filmdreh statt, zu dem der künstliche Nebel gehörte. Eine Kutsche und ein Reiter waren zu erkennen – das Mittelalter ließ grüßen. Der Nebel zog sogar in die Theatinerstraße, was für ein surreales Bild sorgte.

Historische Orte und verpasste Chancen

Über ein Stück der Maximilianstraße gelangte Müller in den Alten Hof. Menschen drängten, aus der Burgstraße kommend, durch den historischen Durchgang hinein. „Irgendwie finde ich es immer wieder schade, dass dieser schöne, historische Platz zum Teil als Parkplatz genutzt wird, dass es eine Durchfahrtstraße gibt und keine Cafés und buntes Leben“, bedauert der Stadtspaziergänger. Für ihn stellt dies eine vergeudete Chance dar, das Potenzial dieses Ortes voll auszuschöpfen.

Nach einem weiteren Bummel durch die Stadt, als die Sonne hinter den Häusern verschwand, musste Müller eingestehen, dass bei all der Vorfreude auf den Frühling im Kopf doch noch der Wunsch Vater des Gedankens ist. Aber bald, so seine Zuversicht, werden die wärmeren Tage endgültig Einzug halten. In diesem Sinne wünscht Sigi Müller allen eine schöne Woche und lädt ein, die Stadt mit offenen Augen zu erkunden.

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