Ten Towers in München: Stadtrat genehmigt Umnutzung zu Azubi-Wohnungen
Ten Towers: Stadtrat genehmigt Azubi-Wohnungen

Ten Towers in München: Stadtrat genehmigt Umnutzung zu Azubi-Wohnungen

Der Münchner Stadtrat hat in der vergangenen Woche einen wegweisenden Beschluss gefasst: Die leerstehenden Ten Towers in Berg am Laim sollen künftig Wohnraum für Auszubildende und Studierende bieten. Nachdem das Planungsreferat eine entsprechende Vorlage erarbeitet hatte, stimmte der Planungsausschuss nun für die Umnutzung des ehemaligen Bürokomplexes.

Grüne mahnen bezahlbare Mieten an

Die Grünen/Rosa Liste/Volt-Fraktion begrüßte den Beschluss grundsätzlich, sieht jedoch die Stadt in der Pflicht, für wirklich bezahlbare Wohnungen zu sorgen. „Statt abzureißen, wird hier umgenutzt. Solche Projekte voranzutreiben, ist schon lange unser grünes Anliegen“, erklärt Stadträtin Sibylle Stöhr. Die Fraktion fordert konkrete Maßnahmen:

  • Prüfung eines oberen Mietpreislimits
  • Angebot unmöblierter Wohnungen, da möblierte Apartments die Mietpreise stark erhöht haben
  • Gewinnung weiterer Flächen für das Azubiwerk bei möglicher zusätzlicher Umnutzung

Der Eigentümer plant neben den Wohnungen auch ein Hotel und weitere Büroflächen in den Ten Towers unterzubringen.

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Linke kritisiert zu niedrige Quote

Während der Mieterverein München die Entscheidung als „guten Baustein“ gegen die angespannte Wohnsituation bezeichnet, lehnte die Stadtrats-Linke die Vorlage ab. Stadträtin Brigitte Wolf argumentiert: „10 Prozent Azubi-Wohnungen ist uns bei der aktuellen Wohnungskrise einfach zu wenig. Wir hatten einen Änderungsantrag eingebracht, in dem wir 40 Prozent gefordert haben.“ Die Linke zeigt sich unzufrieden mit der geringen Quote geförderter Wohnungen in der Stadt.

Hintergrund: Drei Jahre Leerstand

Die Ten Towers nahe dem Leuchtenbergring waren bis 2022 von rund 3000 Telekom-Mitarbeitern genutzt worden. Seither standen die 50 Meter hohen Türme weitgehend leer, da sich kaum neue Mieter fanden. Die Idee zur Wohnraumnutzung entstand im vergangenen Jahr und findet nun mit dem Stadtratsbeschluss ihre konkrete Umsetzung. Der Eigentümer muss zehn Prozent der Wohnungen für das städtische Azubiwerk reservieren – eine Regelung, die vom Mieterverein begrüßt, von der Linken jedoch als unzureichend kritisiert wird.

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