Geld von der Stadt: Diese Projekte fördert der Wittenberger Innenstadtfonds
Ob Marketing oder Umbauten: Der Wittenberger Innenstadtfonds fördert Vorhaben, die das Stadtzentrum verschönern sollen. Das sind die Bedingungen.
Die Stadt Wittenberge möchte ihre Innenstadt verschönern. Dazu unterstützt sie auch in diesem Jahr verschiedene Aktivitäten im öffentlichen Raum mit Fördermitteln. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, können Anwohner Fördergelder für Veranstaltungen, Marketingaktionen und öffentlichkeitswirksame Projekte beantragen, aber ebenso für bauliche Investitionen an Gebäuden und Einfriedungen, die öffentlich einsehbar sind.
So hoch sind die Zuschüsse
Für letztere beträgt der Zuschuss bis zu 50 Prozent, maximal aber 4000 Euro. In der ersten Kategorie können die Kosten sogar komplett übernommen werden. Das Mindestvolumen beträgt in beiden Kategorien 250 Euro.
„Wir möchten gerne, dass das historische Stadtbild erhalten bleibt und verschönert wird. Das ist das Ziel dieses Fonds“, sagt Susanne Dorow vom Wittenberger Bauamt im Gespräch mit unserer Redaktion.
Die Förderung bezieht sich dabei nicht nur auf die Bahnstraße, die zentrale Einkaufsmeile. Gefördert werden Vorhaben, die innerhalb der sogenannten Gebietskulisse der Innenstadt liegen. Diese erstreckt sich in etwa vom Steintor und der Bad Wilsnacker Straße im Süden bis zur Maxim-Gorki-Straße im Norden. In West-Ost-Richtung reicht sie vom Rathaus bis an die Packhofstraße und den Bahnhof.
Wer alles mitmachen kann
Mitmachen können private Eigentümer und Bürger, außerdem Vereine, Gruppen und Initiativen, Schulen, Kitas, Gewerbetreibende und Unternehmen. Die möglichen Förderprojekte reichen über Straßenfeste, Ausstellungen, Lesungen, Shoppingevents oder Schaufenstergestaltungen und Zwischennutzungen leer stehender Läden bis hin zu Fassadenanstrichen, Wandgestaltungen, Begrünungen, neuen Türen, Schaufenstern oder barrierefreien Eingängen.
Die Projektauswahl und die Höhe der einzusetzenden Finanzmittel werden über einen Vergabeausschuss gesteuert. Dabei beziehen sich die Entscheidungskriterien den Angaben zufolge vor allem auf eine Verschönerung des Stadtbildes mit Blick auf die Landesgartenschau (Laga) 2027.
Bis Mitte Mai müssen Anträge vorliegen
Vor kurzem hat der Vergabeausschuss wieder getagt. Laut Dorow wurden in dieser Runde 17 Projekte ausgewählt, die eine Förderung erhalten, darunter etwa die Öffnung von Schaufenstern, Außenterrassen an gastronomischen Einrichtungen, die Erneuerung einer Holztür im historischen Stil oder der Anstrich von Hausfassaden.
22 Vorschläge seien eingereicht oder zuvor zurückgestellt worden. Am 26. Mai tagt der Ausschuss erneut. Die Anträge für die nächste Runde müssen bis zum 12. Mai eingereicht sein. Vorab ist laut Dorow auch eine persönliche Kontaktaufnahme unter Telefon 03877 / 951-188 oder per E-Mail an stadtentwicklung@wittenberge.de notwendig.
Vor einer Antragstellung müssen sich die Antragsteller beraten lassen. Die Antragstellung muss in schriftlicher Form an das Bauamt der Stadt Wittenberge, Sachgebiet Stadtentwicklung, erfolgen. Das Antragsformular ist auf wittenberge.de erhältlich.
Letzte Gelegenheit für Antragsteller
Dabei ist Eile geboten: Der Fonds wurde im vergangenen Jahr neu aufgelegt und läuft in diesem Jahr wieder aus. Der Termin im Mai ist also die letzte Gelegenheit. Für beide Jahre 2025 und 2026 stehen laut Dorow jeweils 100.000 Euro zur Verfügung. Jeweils die Hälfte des Etats steht für die beiden Kategorien „Aktionen und Veranstaltungen“ sowie „Verschönerung der Innenstadt“ bereit.
Die Hälfte der Fördergelder stammt aus dem Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ zur Städtebauförderung. Die anderen 50 Prozent kommen aus Mitteln der Wirtschaft, von Immobilien- oder Standortgemeinschaften sowie von Vereinen, Privatleuten oder aus zusätzlichen Eigenmitteln der Stadt.



