ADAC: Tankrabatt kommt nicht vollständig bei Autofahrern an
ADAC: Tankrabatt nicht vollständig weitergegeben

München – Die Mineralölkonzerne haben den Tankrabatt nach Angaben des ADAC am ersten Tag nicht vollständig an die Autofahrer weitergegeben. Berechnungen des Automobilclubs zufolge fiel der Preisrückgang bei Diesel und Benzin an den Zapfsäulen um etwa drei Cent geringer aus als die seit dem 1. Mai geltende Steuersenkung von 16,7 Cent.

Preise am Freitag

Laut ADAC lagen die Tagesdurchschnittspreise am Freitag für Super E10 bei 1,989 Euro pro Liter, während Diesel im Schnitt 2,079 Euro kostete. Dies entspricht einem Rückgang von 13,7 Cent beziehungsweise 13,6 Cent im Vergleich zum Vortag.

Ölpreis als zusätzlicher Spielraum

Eine Sprecherin des Clubs wies darauf hin, dass der Ölpreis seit den kurzfristigen Höchstständen Ende April wieder deutlich nachgegeben habe. Dadurch ergebe sich zusätzlicher Spielraum für Preisreduzierungen. Sie forderte, dass die Steuersenkung im Laufe des Samstags vollständig an die Verbraucher weitergegeben werden müsse.

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Reaktion der Branche

Der Branchenverband Fuels und Energie hatte zum Start des Tankrabatts angekündigt, dass die volle Steuersenkung bei den Kunden ankommen solle. Allerdings hatte die Branche zuvor auch darauf hingewiesen, dass sich in den Tanks vieler Tankstellen noch Kraftstoff befinde, der nach den alten Steuersätzen abgerechnet wurde. Entscheidend für den Steuernachlass ist nicht der Verkauf an der Tankstelle, sondern der Moment, in dem der Kraftstoff das Tanklager beziehungsweise die Raffinerie verlassen hat.

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