Eier richtig lagern: Expertin warnt vor Salmonellen-Gefahr durch falsche Aufbewahrung
Für viele gehört das Frühstücksei am Wochenende einfach dazu. Doch eine ganze Packung Eier ist schnell gekauft und liegt dann oft tagelang in der Küche herum. Wohin also mit den Eiern, damit sie möglichst lange frisch bleiben und keine Gesundheitsrisiken bergen?
Expertin rät eindeutig zum Kühlschrank
Über die richtige Eierlagerung wird in vielen Haushalten gestritten. Für Constanze Rubach von der Verbraucherzentrale Niedersachsen ist die Sache jedoch klar: „Im Haushalt gehören Eier in den Kühlschrank und sollten bis zur Verwendung dort bleiben.“
Besonders problematisch sei es, Eier abwechselnd im Kühlschrank und im Regal zu lagern. „Die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden. Eier können Salmonellen enthalten, die sich bei Zimmertemperatur schnell vermehren“, warnt die Verbraucherexpertin. Dieser Temperaturwechsel könne die Vermehrung von Krankheitserregern begünstigen.
Warum Eier im Supermarkt nicht gekühlt sind
Im Supermarkt stehen Eier meist ungekühlt im Regal – was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint. Dies hat jedoch einen wichtigen Grund. „Laut Ei-Verordnung sollten Eier vor dem Verkauf grundsätzlich nicht gekühlt werden“, erklärt Rubach.
Starke Temperaturschwankungen können Kondenswasser auf der Schale verursachen. Dadurch steigt die Gefahr, dass sich Bakterien vermehren oder ins Ei eindringen. Deshalb müssen Eier beim Transport und im Laden bei möglichst gleichbleibender Temperatur bleiben, um die natürliche Schutzschicht zu erhalten.
So lange sind Eier haltbar
Frische Eier halten im Schnitt ungekühlt etwa drei Wochen. Das gilt für Eier aus dem Supermarkt genauso wie für Eier vom Bauernhof. Wichtig ist, dass sie nicht abgewaschen werden. Die natürliche Schutzschicht, die sogenannte Cuticula, schützt das Ei vor Keimen. Wird sie zerstört, verderben Eier deutlich schneller.
Wichtige Lagerungstipps im Überblick:
- Eier immer im Kühlschrank aufbewahren
- Die Kühlkette nicht unterbrechen
- Eier nicht abwaschen, um die Schutzschicht zu erhalten
- Eier mit der Spitze nach unten lagern, damit die Luftkammer oben bleibt
Eier lassen sich sogar einfrieren
Eier können auch eingefroren werden, allerdings nur im rohen Zustand. „Entweder Sie schlagen das Ei auf und vermischen das Eigelb mit dem Eiweiß oder Sie frieren beides getrennt ein“, rät die Verbraucherzentrale. Für das Einfrieren eignen sich spezielle Gefrierbehälter oder Eiswürfelformen besonders gut.
Gefrorene Eier halten sich bei konstanten -18 Grad Celsius mehrere Monate lang. Vor der Verwendung sollten sie langsam im Kühlschrank aufgetaut werden. Diese Methode eignet sich besonders, wenn man größere Mengen Eier auf Vorrat kauft oder selbst produzierte Eier länger haltbar machen möchte.



