Löwenzahn: Vom Gartenärgernis zum kulinarischen Genuss
Löwenzahn: Vom Gartenärgernis zum Genuss

Er ist gelb, hartnäckig und für viele Hobbygärtner der blanke Horror: Der Löwenzahn breitet sich rasant aus und wurzelt tief im Boden. Doch wer ihn kennt, kann ihn bändigen und sogar genießen. Denn so lästig die Pflanze im Rasen auch sein mag, so vielseitig ist sie in Wahrheit. Vom ungeliebten Unkraut zum Gaumenschmaus – der Löwenzahn hat mehr zu bieten, als man denkt.

Löwenzahn im Garten richtig bekämpfen

Wer die Ausbreitung des Löwenzahns stoppen will, sollte früh handeln. Am besten schneidet man die Blüten ab, solange sie noch geschlossen sind und keine Pusteblumen bilden. So verhindert man, dass sich die Samen im gesamten Garten verteilen, wie myHOMEBOOK empfiehlt. Eine weitere Methode ist das Ausstechen der Pflanzen. Dabei muss die komplette Wurzel entfernt werden. Bleibt auch nur ein kleines Stück im Boden, wächst im nächsten Jahr eine neue Pflanze nach. Ist die Wiese jedoch komplett mit Löwenzahn übersät, bleibt oft nur die Radikalkur: Dann müssen 30 bis 50 Zentimeter der Grasnarbe abgetragen oder die Fläche komplett umgegraben werden.

Löwenzahn-Ausbreitung gezielt vorbeugen

Fühlt sich der Löwenzahn wohl, breitet er sich rasant aus. Daher sollte man Bedingungen schaffen, die er nicht mag. Vertikutieren ist dabei keine gute Idee, denn in den entstehenden Ritzen setzen sich die Samen besonders gern fest. Regelmäßiges Mähen hilft hingegen, denn so nimmt man dem Löwenzahn die Chance, sich weiter auszubreiten. Außerdem mag er stickstoffreichen Boden. Beim Düngen sollte man also darauf achten, den Boden nicht übermäßig mit Stickstoff zu versorgen.

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Löwenzahn ist eine wichtige Futterquelle für Bienen

Bei allem Ärger über das Unkraut sollte man eines nicht vergessen: Der Löwenzahn hat seine Daseinsberechtigung. Für Bienen ist die leuchtend gelbe Pflanze ein Festmahl. Sie liefert reichlich Pollen und Nektar. Von April bis Juni blüht er und versorgt die Insekten genau dann mit Nährstoffen und Energie, wenn sie diese dringend benötigen.

Löwenzahn als Heilpflanze und Multitalent

Auch Menschen können vom Löwenzahn profitieren. In der Naturheilkunde wird er bei vielen Beschwerden eingesetzt. Die Bezeichnung Multitalent verdient er deshalb – vorausgesetzt, man reagiert nicht allergisch auf den Korbblütler. Dank seiner Bitterstoffe wird er unter anderem bei Appetitlosigkeit, Durchblutungsstörungen, rheumatischen Erkrankungen und Harnwegsstörungen verwendet.

Löwenzahn in der Küche kreativ einsetzen

Für Salate nutzt man die jungen, frischen Blätter. Auch die Blüten eignen sich zur Garnierung. Besonders beliebt ist Löwenzahn-Honig: Dafür lässt man einen Liter Löwenzahnblüten über Nacht in einem Liter Wasser ziehen. Danach wird die Mischung aufgekocht, abgekühlt und abgeseiht. Anschließend wird sie mit einem Kilogramm Zucker erneut aufgekocht und so lange geköchelt, bis die Konsistenz honigartig ist. Auch als Pesto schmeckt Löwenzahn: Dafür röstet man 100 Gramm Sonnenblumen- oder Pinienkerne an. Hinzu kommen 100 Gramm junge Löwenzahnblätter, 80 Milliliter Olivenöl, eine Knoblauchzehe, 50 Gramm Parmesan sowie Salz und Pfeffer. Alle Zutaten werden im Mixer püriert.

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