Neues Café Mokka in Rostock: Schon nach einer Woche Stammgäste
Neues Café Mokka in Rostock: Stammgäste nach einer Woche

Erst eine Woche geöffnet und schon vier Stammkunden: Das neue Café Mokka in der Rostocker Südstadt erfreut sich großer Beliebtheit. „Sie kommen bisher jeden Mittag und ich kenne sogar schon ihre Vornamen“, sagt Inhaberin Julia Wunderlich sichtlich erfreut. Die 41-Jährige ist glücklich darüber, dass ihr Café mit Mittagstisch im Beginenhof sofort so gut angenommen wird. Die Nachfrage ist so hoch, dass die Gäste ihr quasi die Bude einrennen. „Damit habe ich nicht gerechnet“, gesteht sie. Der Bedarf an einem solchen Café mit Mittagsversorgung in dem Stadtteil mit 15.000 Einwohnern war und ist offenbar groß. Das Café Mokka ist neben wenigen Bäckerei-Cafés das einzige öffentliche Café seiner Art in der gesamten Südstadt.

Große Resonanz und zahlreiche Vorbuchungen

Schon vor der offiziellen Eröffnung gab es sechs Vorbuchungen für Veranstaltungen in dem rund 70 Quadratmeter großen Café. Zudem verfügt das Mokka über eine 50 Quadratmeter große Sonnenterrasse. „Und bis in den nächsten Monat hinein habe ich auch schon Platzreservierungen“, berichtet die gebürtige Berlinerin, die in der Rostocker Südstadt aufgewachsen ist. Die Resonanz sei überwältigend, vor allem viele ältere Anwohner aus der unmittelbaren Umgebung freuen sich über das neue Angebot. „Hier ist ein neuer Treffpunkt entstanden, auch für Familienfeiern oder Workshops“, sagt sie.

Vegane Küche mit regionalem Touch

Julia Wunderlich setzt bei ihrem Mittagstisch von Dienstag bis Samstag auf rein vegane Gerichte. Doch den Begriff „vegan“ verwendet sie nicht besonders gern. „Die Leute sind schnell abgeschreckt, wenn sie vegan hören“, erklärt sie. „Aber ich mache nicht den Körnerfraß aus den 1990er-Jahren, sondern setze auf leckeres, pflanzliches Essen mit regionaler Note.“ Das Gemüse und die Kräuter bezieht sie von einer Bäuerin aus der Umgebung. „Schon unsere Oma hat doch immer gesagt: Kind, iss Dein Gemüse!“, sagt Julia Wunderlich lachend. Deshalb lautet das Motto im Café Mokka: „Pflanzlich, lecker und mit Liebe“.

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Von der Goldschmiedin zur Café-Besitzerin

Die Leidenschaft fürs Kochen begleitet Julia Wunderlich schon ihr ganzes Leben. „Ich koche unglaublich gerne und weiß, dass es den meisten auch schmeckt, was ich mache“, erzählt sie. Bereits früher hat sie zwei Jahre lang im Peter-Weiss-Haus in Rostock gekocht. Eigentlich ist die 41-Jährige gelernte Goldschmiedin und arbeitete zuletzt in der Galerie „Goldfrische“ in der Alexandrinenstraße in Warnemünde. Doch nach langer Suche nach geeigneten Räumen konnte sie sich nun ihren Traum vom eigenen veganen Bistro erfüllen.

Mittagsgericht und vegane Kochkurse

Leipziger Allerlei mit Zitronensoße und Reis, Erbseneintopf mit Räuchertofu oder Bulgurpfanne mit Salat: Täglich bietet Julia Wunderlich ein Mittagsgericht an. „Möglichst vollwertig“, betont sie. Ergänzt wird das Angebot durch Salate oder Sandwiches. Pro Mittag kann sie bis zu 30 Portionen ausgeben. Derzeit arbeitet sie noch allein in der Küche. „Die Gäste können auch Essenswünsche äußern“, sagt sie. Zudem gibt es täglich zwei selbst gemachte Kuchen. Zum Ende des Jahres plant sie, vegane Kochkurse anzubieten. Ihr Anspruch für ihr Café: „Jeder geht mit einem Lächeln.“

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