Wandfarbe sprühen: Tipps für gleichmäßige Ergebnisse und saubere Arbeit
Wandfarbe sprühen: Tipps für gleichmäßige Ergebnisse

Wer beim Malern auf die Sprühtechnik setzt, sollte einige wichtige Aspekte beachten. Mit einem Sprühsystem wird die Wandfarbe fein zerstäubt und berührungslos aufgetragen. Große Flächen lassen sich so schnell beschichten, und Strukturen wie Raufaser oder Putz bleiben vollständig erhalten. Dennoch gibt es einige Punkte, die vorab zu klären sind.

Sprühsystem spart Zeit und sorgt für gleichmäßige Wände

Der größte Vorteil des Sprühens ist das Tempo, erklärt myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Mit einem Sprühgerät lassen sich Wände deutlich schneller beschichten als mit der Rolle. Die Farbe verteilt sich gleichmäßig, sodass Streifen, Ansätze sowie Pinsel- und Rollenabdrücke entfallen. Auch Ecken, Kanten und filigrane Bereiche werden gut erreicht. Allerdings erfordert die Technik etwas Übung, damit das Ergebnis überzeugt.

Vorbereitung beim Farbe sprühen ist aufwendig

Die Vorbereitung ist deutlich umfangreicher als beim klassischen Streichen. Neben der Anschaffung oder Miete eines Geräts fällt auch die Reinigung ins Gewicht. Beim Streichen genügt es meist, Ränder und Lichtschalter abzukleben. Beim Sprühen hingegen verteilt sich Farbnebel im Raum und kriecht in jede Ritze. Boden, Möbel, Heizkörper, Fensterbänke und Türrahmen müssen vollständig abgedeckt werden. Zugluft sollte vermieden werden.

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Farbe richtig verdünnen

Herkömmliche Wandfarbe ist oft zu zähflüssig für Sprühsysteme. Je nach System sind etwa fünf bis zehn Prozent Wasser nötig. Diese Menge sollte schrittweise nach Herstellerangaben zugegeben werden. Ist die Farbe zu dick, verstopft die Düse – ist sie zu dünn, deckt sie nicht richtig und kann verlaufen.

Arbeitsschutz, Reinigung und Overspray beachten

Beim Sprühen ist verstärkt auf den Arbeitsschutz zu achten. Eine Maske schützt vor dem Einatmen des Farbnebels, eine Schutzbrille vor Spritzern in den Augen. Handschuhe sind ebenfalls wichtig. Nach dem Einsatz müssen die Geräte sofort gereinigt werden, da antrocknende Farbe Düsen und Pumpen zusetzen kann. Die Reinigung kann eine halbe Stunde oder länger dauern. Zudem verbraucht das Sprühen technisch bedingt etwas mehr Farbe. Dieser Mehrverbrauch wird als „Overspray“ bezeichnet. Nach Anleitung verdünnt sind alle gängigen Innenfarben sprühbar, darunter Dispersions-, Acryl-, Silikat- und Kalkfarben. Spezielle Farben für Sprühsysteme ersparen das Verdünnen, sind jedoch teurer.

So geht's: Schritt für Schritt zur gesprühten Wand

Der Untergrund muss sauber, trocken, fett- und staubfrei sein. Beim Sprühen ist dies besonders wichtig, da sich die Farbe nur hauchdünn auf die Fläche legt und selbst kleine Makel stärker betont. Ist der Raum vorbereitet, folgt der Anstrich in wenigen Schritten: Farbe gründlich aufrühren, gegebenenfalls verdünnen und einfüllen. Das Gerät nach Herstellerangaben einstellen und zunächst auf Karton oder Tapetenresten testen. Zuerst Ecken und Kanten, dann die großen Flächen besprühen. Die Pistole im rechten Winkel zur Wand halten und 20 bis 30 Zentimeter Abstand einhalten. In gleichmäßigen Bahnen arbeiten und diese leicht überlappen. Mehrere dünne Schichten sind besser als eine dicke. Bei Raufaser oder Rauputz wird kreuzweise gesprüht – einmal waagerecht, einmal senkrecht.

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