Bunt statt Blau: Zwillinge gewinnen landesweiten Wettbewerb gegen Komasaufen
Schüler aus Hagenow und Schwerin haben mit bunten Farben, starken Botschaften und viel Kreativität ein deutliches Zeichen gegen Alkoholmissbrauch gesetzt. Beim diesjährigen DAK-Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ gingen erstmals sämtliche Landesauszeichnungen in Mecklenburg-Vorpommern in die Schweriner Region. Besonders erfolgreich waren die 14-jährigen Zwillinge Johann und Justus Lojewski vom Robert-Stock-Gymnasium Hagenow. Sie sicherten sich mit ihrem eindrucksvollen Motiv den ersten Platz auf Landesebene und setzten sich gegen mehr als 100 Teilnehmer durch.
Bunte Engel retten „blaue Gestalten“
Auf ihrem Plakat zeigen die Brüder bunte Engel, die versuchen, „blaue Gestalten“ aus einer riesigen Alkoholflasche zu retten. Für ihren Sieg erhielten sie gemeinsam ein Preisgeld von 3000 Euro. Auch weitere Schulen aus der Region überzeugten die Jury. Den zweiten Platz belegten Maya Lovell (13) und Emma Schneider (12) vom Ecolea Gymnasium Schwerin. Rang drei ging an Martha Benzien, Belinda Borkowski und Mira Cassandra Burmeister – ebenfalls Schülerinnen des Robert-Stock-Gymnasiums in Hagenow. Einen Sonderpreis in der Kategorie „Junge Talente“ erhielten Emma Jane Lackmann und July Marie Wesphal von der Astrid-Lindgren-Schule Schwerin.
Preisverleihung in Schwerin
Die Auszeichnungen wurden bei einer Feierstunde in Schwerin verliehen. Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese würdigte dabei das Engagement der Jugendlichen. Kunst könne gerade bei schwierigen Themen wie Alkoholmissbrauch junge Menschen oft besser erreichen als klassische Warnhinweise, erklärte sie. Die Schüler machten mit ihren Arbeiten deutlich, dass exzessiver Alkoholkonsum und sogenanntes Komasaufen alles andere als harmlos seien. Auch Katrin Lüttjohann, Leiterin der GKV-Landesvertretung in Schwerin, zeigte sich beeindruckt von der hohen Beteiligung und der Qualität der Arbeiten. Die eingereichten Plakate würden zeigen, wie intensiv sich die Jugendlichen mit den Folgen von Alkoholmissbrauch auseinandersetzen.
Starkes Signal aus Westmecklenburg
Besonders freute sich auch die DAK-Gesundheit über den Erfolg der Region. Katrin Lamprecht, Leiterin der DAK in Schwerin, betonte, dass erstmals alle Preisträger aus der Schweriner Region stammen. Das sei ein starkes Zeichen für erfolgreiche Präventionsarbeit vor Ort. Bundesweit beteiligten sich in diesem Jahr mehr als 6000 Schüler an der Kampagne gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen.



