Erster Ostereierbaum in Plötzkau: Kinder schmücken neue Tradition
In Plötzkau hat sich in diesem Jahr eine besondere Oster-Tradition etabliert. Erstmals wurde auf dem Lindenplatz ein sogenannter Ostereierbaum aufgestellt, der knapp drei Wochen vor dem Fest die Vorfreude wecken soll. Die Idee dazu stammt von Inge Freimann, der Vorsitzenden des örtlichen Heimatvereins.
Kinder gestalten bunten Baum mit 350 Eiern
Am Dienstag waren die Jüngsten des Ortes aktiv gefordert: Kinder aus der Kita und der Mutig-Grundschule halfen eifrig beim Schmücken des Baumes. Unter strahlendem Sonnenschein befestigten sie bunte Eier an dem speziellen Gestell – praktischerweise mit Kabelbindern, die Inge Freimann vorsorglich mitgebracht hatte. Insgesamt zieren nun etwa 350 Eier den Baum, davon haben die Grundschulkinder 90 Exemplare selbst bemalt.
Die Schulleiterin Susanne Lietz zeigte sich begeistert: „Es ist toll geworden“, sagte sie beim Anblick des farbenfrohen Kunstwerks. Als Dankeschön für ihre Mithilfe erhielten alle Kinder eine süße Überraschung von der Heimatvereinsvorsitzenden.
Inspiration aus Büchern über Osterbräuche
Inge Freimann erklärte den Hintergrund der Aktion: Sie hatte in Büchern über Traditionen und Osterbräuche von ähnlichen Bräuchen gelesen und fand, dass dies auch eine schöne Idee für Plötzkau sein könnte. „Andernorts gibt es ja beispielsweise Osterbrunnen“, so die Plötzkauerin. Bereits im vergangenen Jahr begann sie, Plastikeier und ein passendes Gestell zu besorgen, um den Plan umzusetzen.
Während des Schmückens erzählte sie den Kindern auch, dass nicht überall der Osterhase die Eier bringe. In manchen Regionen übernähmen Fuchs oder Storch diese Aufgabe – eine interessante kulturelle Nuance, die die Vielfalt der Osterbräuche verdeutlicht.
Kinderwünsche für das Osterfest
Die beteiligten Kinder hatten klare Vorstellungen, was sie sich zu Ostern wünschen: Die siebenjährige Alva hofft auf Sonnenschein, während die gleichaltrige Malin sich Eier und ein schönes Fest erhofft. Elena wünscht sich einfach, „dass die ganze Familie zusammen feiert“. Diese herzlichen Wünsche unterstreichen den familiären und gemeinschaftlichen Charakter der Osterzeit.
Abschließend sangen die Kinder ein Oster- beziehungsweise Frühlingslied, was die fröhliche Stimmung perfekt abrundete. Inge Freimann wünscht sich, dass der Eierbaum auch im nächsten Jahr wieder geschmückt wird – damit könnte in Plötzkau tatsächlich eine neue, lebendige Tradition entstehen, die Jung und Alt gleichermaßen erfreut.



