Wechsel an der Spitze der Deutsch-Israelischen Gesellschaft
Nach fast drei Jahrzehnten an der Spitze der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Berlin und Brandenburg tritt Jochen Feilcke zurück. Der 83-jährige Vorsitzende hat angekündigt, bei der kommenden Mitgliederversammlung nicht erneut für das Amt zu kandidieren. Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Wendepunkt für die Organisation, die sich seit Jahrzehnten gegen Antisemitismus engagiert und für die deutsch-israelische Freundschaft wirkt.
Ein Vierteljahrhundert im Dienst der Völkerverständigung
Jochen Feilcke übernahm das Amt des Vorsitzenden im Jahr 1999 von Klaus Schütz, dem ehemaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin. In seiner 27-jährigen Amtszeit hat er die DIG Berlin und Brandenburg maßgeblich geprägt und weiterentwickelt. In einem Interview mit dem Mitgliedermagazin „Schalom“ begründete Feilcke seinen Rücktritt damit, dass nach dieser langen Zeit ein Wechsel an der Spitze notwendig sei.
„Ich verabschiede mich in großer Dankbarkeit für das Erreichte und für unendlich viele Freundschaften mit treuen Freunden Israels“, erklärte Feilcke emotional. Seine Amtszeit war von einem bemerkenswerten Wachstum der Organisation geprägt. Unter seiner Führung stieg die Mitgliederzahl in der Region von wenigen Hundert auf fast 1.700 Personen an – ein deutliches Zeichen für die gestiegene Bedeutung und Akzeptanz der Arbeit der DIG.
Die Zukunft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft
Feilcke hat bereits angekündigt, dass er bei der Mitgliederversammlung am 23. Juni einen konkreten Vorschlag für seine Nachfolge machen wird. Damit soll ein geordneter Übergang gewährleistet und die Kontinuität der wichtigen Arbeit der Organisation gesichert werden. Die DIG Berlin wurde vor etwa 60 Jahren gegründet und später um Mitglieder aus Brandenburg erweitert. Sie hat sich zu einer zentralen Institution im Kampf gegen Antisemitismus und für die Stärkung der deutsch-israelischen Beziehungen entwickelt.
Die Entscheidung Feilckes, nach 27 Jahren den Staffelstab weiterzugeben, wird in der Organisation mit Respekt und Anerkennung aufgenommen. Sein Engagement hat nicht nur die Mitgliederzahlen steigen lassen, sondern auch die gesellschaftliche Bedeutung der DIG gestärkt. In einer Zeit, in der Antisemitismus wieder vermehrt in Erscheinung tritt, bleibt die Arbeit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft von unschätzbarem Wert für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die internationale Verständigung.



