Würdiges Gedenken auf dem Golm: 81. Jahrestag der Bombardierung Swinemündes
Am Donnerstag, den 12. März, um 14 Uhr versammeln sich auf der Kriegsgräberstätte Golm in Kamminke zahlreiche Menschen, um den 81. Jahrestag der Bombardierung der Stadt Swinemünde im Frühjahr 1945 zu begehen. Diese traditionelle Gedenkveranstaltung steht im Zeichen der Erinnerung an die zahlreichen Opfer dieses tragischen Ereignisses, das sich tief in die Geschichte der Region eingebrannt hat.
Internationale Beteiligung und bewegende Programmpunkte
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der die Veranstaltung organisiert, erwartet eine vielseitige Teilnehmerschaft aus Politik, Kultur und Zivilgesellschaft. Besonders bemerkenswert ist die Beteiligung von Gästen aus der polnischen Seite Swinemündes, heute als Świnoujście bekannt, was die grenzüberschreitende Bedeutung dieses Gedenkens unterstreicht. Die zentrale Gedenkrede wird von Martin Hanf, dem Geschäftsführer der Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania, gehalten. Seine Worte sollen die historische Dimension und die aktuelle Relevanz der Erinnerungsarbeit einfühlsam vermitteln.
Geistliche Begleitung bietet Stephan Siegmund, Pastor der Kirchgemeinde Zirchow-Ahlbeck, mit seinen tröstenden und nachdenklichen Worten. Ein besonders berührender Programmpunkt sind die Beiträge von Schülern des 1. Lyzeums aus Swinemünde, die mit ihren Präsentationen die junge Generation in das Gedenken einbinden und damit die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlagen. Musikalisch umrahmt wird die Feier vom Bansiner Posaunenchor, dessen Klänge eine würdevolle und ergreifende Atmosphäre schaffen.
Gemeinsames Beisammensein und praktische Unterstützung
Im Anschluss an die offizielle Zeremonie lädt der Volksbund alle Teilnehmer zu einer gemeinsamen Kaffeetafel in der nahegelegenen Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte ein. Dieses gesellige Beisammensein bietet Raum für persönliche Gespräche, Austausch und Reflexion über die Bedeutung des Gedenkens. Für alle Besucher, die nicht gut zu Fuß sind, wurde ein spezieller Shuttle-Service eingerichtet, der einen barrierefreien Zugang zur Veranstaltung gewährleistet und somit die Inklusion aller Interessierten fördert.
Diese Gedenkfeier auf dem Golm ist mehr als nur eine formelle Erinnerungsveranstaltung; sie ist ein lebendiges Zeichen der Versöhnung, der internationalen Verständigung und des respektvollen Umgangs mit der Geschichte. Durch die Teilnahme von deutschen und polnischen Vertretern, die Einbindung der Jugend und die musikalische Gestaltung wird ein tiefgreifendes und nachhaltiges Gedenken ermöglicht, das die Opfer würdigt und zugleich den Blick in eine friedliche Zukunft richtet.



