Audi droht Verlust von Formel-1-Teamchef Wheatley: Wechsel zu Aston Martin im Raum
Audi-Teamchef Wheatley vor Wechsel zu Aston Martin

Personalwechsel bei Audi: Formel-1-Teamchef Wheatley vor Abgang

Bei Audi steht ein Personalbeben in der Formel-1-Abteilung bevor. Wie das Fachmagazin „Autosport“ berichtet, droht der VW-Tochter der Verlust ihres Teamchefs Jonathan Wheatley. Der 58-jährige Brite soll vor einem Wechsel zum britischen Rennstall Aston Martin stehen, der aktuell das schlechteste Team der Königsklasse des Motorsports ist.

Neue Rolle bei Aston Martin geplant

Die Verantwortlichen von Aston Martin haben offenbar konkrete Pläne für Wheatley. Er soll den bisherigen Teamchef Adrian Newey ablösen, der derzeit eine Doppelrolle innehat – neben der Teamleitung ist er auch Technik-Boss. Durch den Wechsel könnte sich Newey wieder vollständig auf sein Spezialgebiet konzentrieren: die Entwicklung des Rennwagens. Für Aston Martin wäre dies eine strategische Neuausrichtung.

Gründe für den möglichen Wechsel

Doch warum sollte Wheatley zu einem deutlich schlechteren Team wechseln wollen? Nach Informationen der BILD gibt es dafür mehrere Gründe:

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  • Die Familie des Briten sehnt sich nach einer Rückkehr in die Heimat England
  • Aston Martins Fabrik liegt in Silverstone, was die Heimkehr erleichtern würde
  • Bei Aston Martin hätte Wheatley das alleinige Sagen und müsste keine Doppelspitze mehr führen

Spannungen bei Audi

Bei Audi bildet Wheatley aktuell eine Doppelspitze mit Projektchef Mattia Binotto. Wheatley ist für die Rennstrecke verantwortlich, während Binotto die Entwicklung leitet. Seit geraumer Zeit soll es zwischen den beiden immer wieder zu Uneinigkeiten in bestimmten Themenbereichen gekommen sein. Diese Spannungen könnten den Wunsch nach einem Wechsel zusätzlich befördert haben.

Vertragliche Hürden und mögliche Folgen

Ein sofortiger Wechsel wäre für Wheatley allerdings nicht möglich. Der Teamchef hat bei Audi noch einen laufenden Vertrag, und selbst bei einer vorzeitigen Freigabe oder Vertragsauflösung würde er voraussichtlich eine vorübergehende Arbeitssperre erhalten. Hintergrund ist die Befürchtung, dass Wheatley Technik-Geheimnisse zu einem direkten Konkurrenten mitnehmen könnte.

Audi-CEO Döllner im Gespräch mit Wheatley

Für Audi, das souverän in seine erste Formel-1-Saison gestartet ist, wäre der Abgang des Briten ein Rückschlag, aber gleichzeitig auch eine Chance zur Neuordnung. Audi-CEO Gernot Döllner hat diese Situation offenbar längst erkannt. Der Vorstandsvorsitzende soll seine Doppelspitze zwar für arbeitsfähig halten, aber nicht als Idealbesetzung ansehen.

Möglicherweise klärt sich die Situation bereits in Kürze. Wie BILD erfahren hat, hat Döllner für Freitagmorgen ein Gespräch mit Teamchef Wheatley terminiert. Dieses Treffen könnte entscheidend für die weitere Zukunft des Briten bei Audi sein.

Auswirkungen auf beide Teams

Der mögliche Wechsel hätte erhebliche Auswirkungen auf beide Formel-1-Teams:

  1. Für Aston Martin: Wheatley könnte frischen Wind in den erfolglosen Rennstall bringen und die Teamstrukturen professionalisieren
  2. Für Audi: Der Abgang wäre ein Verlust an Erfahrung, könnte aber auch die Gelegenheit bieten, die Führungsstrukturen zu optimieren
  3. Für die Formel 1: Ein solcher Wechsel zwischen etablierten Teams zeigt die Dynamik und den Wettbewerb in der Königsklasse des Motorsports

Die Motorsportwelt wartet nun gespannt auf die Entwicklung dieser Personalie, die das Kräfteverhältnis in der Formel 1 spürbar verändern könnte.

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